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Wechseljahresbeschwerden

Hitzewallungen und Herzrasen


Um die Menopause (letzte Monatsblutung) herum treten bei weit mehr als der Hälfte aller Frauen in dieser Altergruppe die berühmt berüchtigten Hitzewallungen auf. Meist geht es mit ein wenig Unbehagen los. Danach kommt die Hitzewelle, die Gesicht, Hals und Oberkörper überrollt. Das Gesicht rötet sich und es folgt ein Schweißausbruch. Danach frösteln die meisten Frauen. So ein Anfall dauert eine halbe bis mehrere Minuten und kann in seiner Häufigkeit stark variieren. Er kann nur einige Male pro Woche, aber auch sehr viel häufiger auftreten. Mit den Hitzewallungen geht oft starkes Herzklopfen oder sogar Herzrasen einher.

Die Wissenschaftler vermuten, dass für dieses Phänomen der sinkenden Östrogenspiegel nur indirekter Verursacher ist, der aber gleichzeitig einen Anstieg verschiedener Stresshormone auslöst. Das bekannteste ist sicherlich das Adrenalin. Dieser Anstieg ist wahrscheinlich verantwortlich für die Hitzewellen.

Was kann Frau gegen Hitzewallungen und Schweißausbrüche tun?

Bei Hitzewallungen können - wenn möglich - mitunter kühlere Räume als früher, dünnere Bettdecken und dünnere Nachtwäsche Abhilfe schaffen. Auch das Kleiden nach dem berühmten „Zwiebelschalenprinzip" erweist sich als hilfreich. Die Blutgefäße können mit Wechselduschen trainiert werden. Denken Sie daran: Kaffee, Alkohol, heiße Getränke und Speisen, Hitze und Stress begünstigen Hitzewallungen und Schweißausbrüche. Fühlen Sie sich durch die Hitzewallungen beeinträchtigt, sollten Sie auf jeden Fall mit Ihrem Frauenarzt sprechen, denn dann kann eine Hormonersatztherapie für Sie sinnvoll sein.

Falls das Herzklopfen oder Herzrasen unabhängig von den Hitzewallungen auftritt oder sehr viel länger als die Anfälle anhält, sollten Sie sich unbedingt ärztlich untersuchen lassen.

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