Schwangerschaft ab dem Alter von 35

Die meisten Frauen in Deutschland werden heute um das 30. Lebensjahr zum ersten Mal schwanger. Aber schon jedes 4. Baby wird in Deutschland von einer Frau geboren, die über 35 Jahre jung ist. Es ist normal, sich Zeit zu lassen und die Berufsausbildung zu beenden. Dieser Trend zur „späten Mutterschaft" wird laut Experten weiter anhalten und durch die Möglichkeiten der Fortpflanzungsmedizin sogar noch zunehmen. Viele Frauen möchten deshalb rechtzeitig wissen, welche Risiken mit einer Schwangerschaft ab 35 verbunden sind.

Je später eine Schwangerschaft geplant wird, desto wichtiger ist die körperliche Gesundheit der Frauen und ihr Lebensstil: Wer sich gesund ernährt, regelmäßig bewegt und auf Nikotin verzichtet hat gute Chancen auch über 35 problemlos schwanger zu werden. Nicht jeder Geschlechtsverkehr am Eisprung führt zu einer Schwangerschaft: eine 25-jährigen Frau hat eine Chance von 25 %, eine 30-jährige Frau hat eine Chance von 15%. d.h. etwas Geduld kann vonnöten sein, wenn es nicht gleich in den ersten drei Monaten funktioniert.

Bezeichnung "Risikoschwangerschaft" ist obligatorisch

Sobald der Mutterpass im Rahmen einer Schwangerschaft ausgefüllt wird, wird das Risiko einer späten Schwangerschaft zum ersten Mal angesprochen. Denn bei Frauen ab 35 (oder ab 40 mit dem zweiten bzw. dritten Kind) macht der Frauenarzt in der Liste möglicher Risiken ein Kreuzchen. Viele Frauen erleben das als belastend und können ihre „Risikoschwangerschaft" nicht genau einordnen. Das Alter der Mutter gehört aber zu den Risiken, die dem behandelnden Frauenarzt signalisieren, auf bestimmte Werte und Befunde besonders zu achten. Frauen, die gesund in ihre Schwangerschaft starten und sich entsprechend verhalten, können einen absolut normalen Schwangerschaftsverlauf haben.

Neben der im Alter der Schwangeren können Übergewicht, starke Gewichtszunahme und Rauchen ein weiteres Risiko sein. Schwangerschaftsdiabetes und Gestose kommen in diesem Alter häufiger vor.
Entscheidend ist die regelmäßige Mutterschaftsvorsorge-Untersuchung während der Schwangerschaft.

Erst durch die gesetzlich empfohlene regelmäßige Schwangerschaftsvorsorge können gesundheitliche Probleme und Erkrankungen rechtzeitig erkannt und behandelt werden. Die Möglichkeiten der heutigen Geburtshilfe sind ein weiterer Pluspunkt für Frauen, die sich erst ab 35 für ihr Kind entscheiden. Sie reduzieren das Risiko für ernsthafte Komplikationen während Schwangerschaft und Geburt erheblich.

Autor/Autoren: äin-red

Fachliche Unterstützung: Dr. Doris Scharrel

Letzte Bearbeitung: 21.03.2018

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