Sexualtrieb & Sexuelle Reifung

Der Sexualtrieb ist ein natürliches Bedürfnis jedes Menschen und schon bei der Geburt angelegt. Sexuelles Verhalten wird erlernt und bereits in der Kindheit werden die Weichen für die sexuelle Entwicklung und Sexualität gestellt. Dabei vollzieht sich diese Entwicklung zunächst in erster Linie in nicht-sexuellen Erlebnissen und Erfahrungen.

Ein natürlicher Bestandteil des Entwicklungsprozesses besteht in der Selbsterkundung des eigenen Körpers. Kleinkinder betrachten ihre Sexualität als etwas Natürliches, berühren ihre Geschlechtsorgane oder erkunden spielerisch den Genitalbereich ihrer Altersgenossen. Schon während des ersten Lebensjahres kann man die An- und Entspannung des Beckens beobachten, später haben kleine Jungen Erektionen, kleine Mädchen zeigen ein leichtes Zusammenziehen der Scheidenmuskulatur.

Etwa mit dem fünften Lebensjahr nehmen sexuelle Verhaltensweisen zunächst ab, um später wieder zu zunehmen. Ab dem Alter von neun bis zehn Jahren wächst das Interesse für sexuelle Themen – was sich zuweilen in sexualisierter Sprache darstellen kann. Erste sexuelle Gefühle stellen sich meist mit elf Jahren ein. Die Empfänglichkeit für sexuelle Reize und damit einhergehende Interessen entwickelt sich in den nächsten Jahren dann ganz individuell und hängt dabei mit der hormonellen Umstellung in der Pubertät zusammen. Mädchen erleben den Prozess ihrer sexuellen Reifung weniger dranghaft als männliche Altersgenossen.

Sexualität ist in den Medien omnipräsent und die eigene Sexualität wird durch gesellschaftliche Normen und eben medial vermittelte Vorstellungen beeinflusst. Bereits Kinder in jungen Jahren haben Zugang zu sexuellen Themen. Trotz der frühen und weitreichenden Konfrontation mit Sexualität scheint es zu keiner „Frühsexualisierung“ von Jugendlichen zu kommen. Das Alter beim ersten Geschlechtsverkehr hat sich in den letzten Jahren nicht nach unten verjüngt. Zu ersten sexuellen Kontakten kommt es im Alter zwischen 14 und 17 Jahren.

Wichtige Aspekte der psychosexuellen Reife sind ein verantwortungsvoller Umgang mit der Sexualität, der Schutz vor ungewollten Schwangerschaften sowie vor sexuell übertragbaren Erkrankungen.

Quellen

Autor/Autoren: äin-red

Fachliche Unterstützung: Dr. Birgit Delisle

Letzte Bearbeitung: 06.04.2018

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