Krebsfrüherkennung: Früh erkennen – besser heilen

Je früher eine Krebserkrankung entdeckt wird, desto besser sind die Heilungschancen.

Schwere Erkrankungen wie Krebs können Menschen in jeder Lebensphase treffen, mit zunehmendem Alter nimmt das Risiko zu erkranken jedoch zu. Die meisten Erkrankungen sind nicht angeboren, sondern im Lauf des Lebens erworben, wodurch in einem gewissen Maße die Möglichkeit gegeben ist, durch Früherkennung - auch von Vorstufen - das Erkrankungsrisiko zu senken sowie ggfs. das Ausmaß einer Erkrankung einzudämmen. Selbst wenn für einige Krebsarten eine genetische, also vererbbare, Komponente besteht, kann durch regelmäßige Kontrollen und Untersuchungen das Erkrankungsrisiko vermindert, oder der Krebs rechtzeitig erkannt werden.

Beispiel: die Früherkennungsuntersuchung des Gebärmutterhalskrebses im Rahmen der jährlichen Vorsorge hat seit 1971 die Häufigkeit dieser Krebsart auf 20% reduziert. Über 90% dieser Krebserkrankungen werden bei Frauen diagnostiziert, die in den letzten 5 Jahren nicht oder unregelmäßig an der Früherkennungsuntersuchung teilgenommen hatten. Durch die HPV-Impfung im Alter von 9 bis 17 Jahren ist eine weitere dramatische Senkung des Erkrankungsrisikos zu erwarten.

Möglichkeiten der Krebsprävention

Heute weiß man, dass gesunde Ernährung, Vermeidung schädlicher Substanzen wie z.B. Nikotin, regelmäßige körperliche Bewegung und ausreichende Erholung einen wichtigen, positiven Einfluss auf die Gesundheit haben. Diese Form von gesundheitsförderlichem Verhalten nennt man auch Primärprävention, sie soll das erstmalige Auftreten einer Krankheit vermeiden. Auch Schutzimpfungen haben dieses Potential.

Sekundärprävention kann durch regelmäßige Teilnahme an Krebs-Früherkennungsuntersuchungen erreicht werden. Krebs-Früherkennungsuntersuchungen, oft umgangssprachlich auch Krebsvorsorge-Untersuchungen genannt, haben zum Ziel, Krebsvorstufen oder einen bereits vorhandenen bösartigen Tumor rechtzeitig zu erkennen und zu behandeln, bevor er sich ausbreitet und lebensbedrohlich wird. Dadurch können die Chancen auf ein Überleben vergrößert werden.

Auf einen Blick: Welche Chancen bietet mir die Krebsfrüherkennung?
Sie haben die Chance, dass bei ihnen auf Grund der regelmäßigen Teilnahme an Früherkennungsuntersuchungen, bestimmte Krebsvorstufen oder eine Krebserkrankung rechtzeitig entdeckt werden, so dass die Behandlung beginnen kann, bevor sich die Krankheit im Körper ausbreitet.
Durch eine frühzeitige Erkennung werden die Heilungschancen deutlich erhöht.
Eine frühzeitige Erkennung von Krebserkrankungen geht meist mit weniger belastenden Therapieverfahren einher.
Ein negatives Testergebnis und damit eine gute Gewissheit, dass Sie gesund sind, kann Ihnen ein positives Lebensgefühl vermitteln.
Sie übernehmen eine Vorbildfunktion für andere, wie zum Beispiel Ihren Partner, und motivieren dazu, ebenfalls die Vorsorgeuntersuchungen wahr zu nehmen.
Sollte trotz einer Früherkennungsuntersuchung eine Krebserkrankung auftreten, ist die Wahrscheinlichkeit eines Frühstadiums sehr hoch. Sie müssen sich nicht vorwerfen, die Chancen einer Früherkennung ungenutzt gelassen zu haben.

Auch bei bestehenden Erkrankungen kann im Rahmen der so genannten Tertiärprävention durch Therapie- und Rehabilitationsmaßnahmen noch vieles getan werden, um die Folgen zu verringern, und einer dauerhaften körperlichen Schädigung entgegenzuwirken.

Quellen
•    Gemeinsamer Bundesausschuss (G-BA): Krebsfrüherkennungs-Richtlinie


Autor/Autoren: äin-red

Fachliche Unterstützung: Dr. Christian Albring

Letzte Bearbeitung: 17.05.2018

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