Der erste Geschlechtsverkehr

Die Medien vermitteln oftmals nicht selten ein Bild von Sexualität als puren Lustgenuss, der dem grundlegenden menschlichen Bedürfnis nach Akzeptanz, Geborgenheit, Nähe, Vertrauen und Sicherheit nicht gerecht wird. Sexualität besteht aus mehr als nur der „Lustdimension“ und dem körperlichen Kontakt zweier Menschen. Besonders für das weibliche Geschlecht ist Sexualität meist sehr eng mit einer emotionalen Bindung an den Partner oder die Partnerin verknüpft. Ein liebevoller Umgang miteinander und eine vertraute Atmosphäre sind wichtige Voraussetzungen.

Der erste Geschlechtsverkehr
Der erste Geschlechtsverkehr wird oft während der Pubertät vollzogen.

Der erste Geschlechtsverkehr besitzt für Jungen und Mädchen eine besondere Bedeutung. Oftmals entstehen dadurch hohe Erwartungen, Anspannung oder unbewusste Ängste. Mädchen haben im Zusammenhang mit dem ersten Geschlechtsverkehr oft viele Verständnisfragen. Frauenärzte überblicken die vielfältigen Zusammenhänge, die bei der Aufnahme des Geschlechtsverkehrs eine Rolle spielen in besonderer Weise und sind daher wichtige Ansprechpartner. Mädchen haben in der gynäkologischen Sprechstunde oder auch speziellen „Mädchensprechstunden“ die Gelegenheit, weibliches Körperwissen zu erwerben und damit die gynäkologischen Zusammenhänge positiv und wertschätzend in ihre Vorstellungen integrieren zu können. Sie sind erst dann in der Lage, mit gewachsenen Freiheiten verantwortlich und selbstbestimmt umgehen zu können, wenn sie ihren Körper kennen und auch schätzen. Frauenärzte können Mädchen dabei helfen – und auch in Bezug auf Schutz vor ungewollten Schwangerschaften, zu wichtigen Schutzimpfungen sowie dem Schutz vor sexuell übertragbaren Erkrankungen informieren.

„Wann sollte ein Mädchen zum ersten Mal zum Frauenarzt?”

Ein Mädchen sollte eine frauenärztliche Praxis aufsuchen, unabhängig vom Lebensalter, wenn sie Beschwerden oder Symptome hat, die mit einer Erkrankung der weiblichen Geschlechtsorgane zu tun hat:

Bei Mädchen mit Beschwerden oder Auffälligkeiten:

Bei Mädchen ohne Beschwerden, wenn sie:

  • bei Entwicklungsstörungen und Fehlbildungen
  • bei Menstruationsstörungen und -beschwerden
  • bei Unterleibsschmerzen
  • bei Jucken, Brennen und Ausfluss im Genitalbereich
  • plant, sexuell aktiv zu werden oder sexuell aktiv ist
  • Fragen zu Intimhygiene, Impfungen, Sexualität und Verhütung hat
  • wenn sie eine gynäkologische Kontrolle wünscht 

Es ist sinnvoll, dass ein Mädchen auch ohne Beschwerden eine gynäkologische Praxis kennenlernt, damit ihr die Angst genommen wird. Um das Schamgefühl sehr junger Mädchen zu respektieren, kann auf die Inspektion des Genitale und gynäkologische Untersuchung bei Beschwerdefreiheit verzichtet bzw. diese auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden. (Empfehlung des Vorstandes der Arbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendgynäkologie für die Gesundheitsberatung junger Mädchen, erarbeitet von Dr. Birgit Delisle 12.2.2014)

Internetangebote der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) für Jugendliche zu Fragen rund um sexuelle Gesundheit, Verhütungsmöglichkeiten oder auch die biologischen Vorgänge des menschlichen Körpers im Hinblick auf Sexualität:


Quellen


Autor/Autoren: äin-red

Fachliche Unterstützung: Dr. Birgit Delisle

Letzte Bearbeitung: 06.04.2018

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