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03.04.2012

Tripper und Co können HIV-Übertragung fördern

Kondome gegen HIV-Ansteckung - na klar. Aber das Wissen um andere sexuell übertragbare Krankheiten (STI - sexually transmitted infections) wie Tripper, Syphilis oder Chlamydien ist noch rar gesät. Dabei nehmen diese Erkrankungen auch in Deutschland an Bedeutung zu. Dazu einige Fragen und Antworten:

Was ist an sexuell übertragbaren Krankheiten gefährlich?

STI erhöhen die Wahrscheinlichkeit einer HIV-Übertragung um das Zwei- bis Zehnfache. Denn die Haut ist durch Läsionen oder Geschwüre beschädigt, so dass Erreger leichter eindringen können. Zudem ist die Immunabwehr generell geschwächt. STI steigern bei Nichtinfizierten die Empfänglichkeit für HIV und machen HIV-Positive noch ansteckender («Huckepack-Infektion»). Außerdem können sie eine HIV-Therapie beeinträchtigen. Aber auch unabhängig von HIV können Tripper und Co der Gesundheit gefährlich werden - wegen teils gravierender Spätfolgen.

Wer ist davon betroffen?

Tripper (Gonorrhö) und Syphilis sind besonders verbreitet bei Männern, die Sex mit Männern haben. Das RKI geht davon aus, dass mindestens vier von fünf aller in Deutschland gemeldeten Syphilis-Fälle so übertragen werden. Unter heterosexuellen Erwachsenen gibt es vor allem Chlamydien-Infektionen, Trichonomaden (Parasiten), Pilz-Erkrankungen oder Papillomviren (HPV). Bei den Jugendlichen sind Chlamydien-Infektionen besonders häufig. Wichtig zu wissen: Nicht immer schützt ein Kondom komplett vor Ansteckung - denn ein Teil der Erreger kann auch durch Schmierinfektionen und engen Körperkontakt weitergegeben werden.

Wie viele Menschen nutzen ein Kondom?

Eine neue Untersuchung der BZgA zeigt: Heute greifen 87 Prozent der Deutschen zu Beginn einer neuen Partnerschaft zum Kondom - noch Mitte der 90er Jahre taten das nur 65 Prozent. Auch von denjenigen, die oft ihre Partner wechseln, schützen sich mittlerweile 86 Prozent regelmäßig. Zugleich schrumpft in dieser Hochrisiko-Gruppe die Zahl derer, die nie Kondome verwenden: Ende der 80er Jahre war es fast die Hälfte, heute sind es nur noch 14 Prozent.

Quelle: dpa



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