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1. Schwangerschaftsdrittel

Entwicklungen der Mutter


Während des ersten Drittels der Schwangerschaft verändert sich auch der Körper der werdenden Mutter - obwohl von außen noch nichts sichtbar ist. In dieser frühen Phase ist die Frucht am anfälligsten für Entwicklungsstörungen, da alle Organe und Körpersysteme angelegt werden.

In der 3. bis 4. SSW nistet sich der Embryo in der Gebärmutter ein. Abhängig von der Zyklusdauer wird die Frau ungefähr in der 5. Woche feststellen, dass ihre Periode ausgeblieben ist. Nun zeigt ein Schwangerschaftstest auch ein positives Ergebnis. Eventuell bemerkt die Frau schon jetzt erste körperliche Veränderungen, wie Brustspannen und Übelkeit. Durch den Einfluss der Hormone, wird die Brust der Frau ab der 6. SSW größer und empfindlicher. Im Inneren des Körpers wächst die Gebärmutter und verändert ihre Form. Spätestens jetzt (etwa 7. SSW) treten typische Schwangerschaftsanzeichen auf. Der Körper der Frau bereitet sich jetzt auf die Bedürfnisse des Embryos und die Geburt vor. Der Stoffwechsel verändert sich. Haare und Nägel wachsen schneller, es kann leicht zu Zahnfleischbluten kommen. Um dem Kind genügend Platz zu schaffen, sorgen Hormone dafür, dass Bänder und Muskulatur dehnbar wird.

Die wachsende Gebärmutter drückt nun (9. SSW) langsam auf die Harnblase und es tritt vermehrter Harndrang auf. Die Genitalorgane werden stärker durchblutet, vermehrte Sekretbildung kann zu vaginalem Ausfluss führen.

Die Veränderungen des Stoffwechsels führen zur erhöhten Flüssigkeitseinlagerung und zur typischerweise im ersten Trimenon auftretenden Übelkeit, Müdigkeit oder Schwindelgefühlen.

Ein Hormon der Hirnanhangsdrüse, das MSH (Melanozyten stimulierendes Hormon), beeinflusst die Hautpigmentierung; Hautveränderungen können entstehen und beispielsweise bestehende Muttermale und Sommersprossen dunkler werden. Talg- und Schweißdrüsen erhöhen ihre Aktivität, dadurch kann Akne auftreten oder sich verschlimmern.

Der Grundumsatz und der Sauerstoffverbrauch des Körpers steigen während der Schwangerschaft um etwa 20%. Es ist jedoch keinesfalls nötig - und auch nicht ratsam - „für Zwei" zu essen, da eine zu große Gewichtszunahme in der Schwangerschaft sowohl das Wohlbefinden stören kann, als auch ein größeres Risiko für Komplikationen in sich birgt. Im ersten Drittel nehmen Frauen durchschnittlich ein bis drei Kilo an Gewicht zu. Bei häufiger Übelkeit, kann es aber auch sein, dass die Schwangere sogar etwas an Gewicht verliert.

Wenn Sie das Gefühl haben, es läuft etwas aus dem Ruder, sprechen Sie mit Ihrem Frauenarzt.

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