Frauenarzt-Praxis Bautzen - Dr. med. Annett Hauke
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Dr. med. Annett Hauke
Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe
Löbauer Str. 37
02625 Bautzen
Tel.: 0 35 91 / 60 79 50
Fax: 0 35 91 / 60 79 51
Varizellen/Windpocken
Windpocken (Varizellen) sind in der Schwangerschaft sehr selten. Wenn aber eine werdende Mutter in ihrem bisherigen Leben weder eine Windpocken-Infektion durchgemacht, noch eine Impfung dagegen erhalten hat, und sich nun in der Schwangerschaft erstmals damit infiziert, führt dies in ca. 25% auch zu einer kindlichen Infektion. Die Auswirkungen auf den Feten reichen dabei von einer asymptomatischen Infektion bis zum Absterben der Frucht. Kindliche Fehlbildungen, als fetales Varizellen-Syndrom bezeichnet, werden in ca. 12 % der infizierten Feten beobachtet. Darunter werden schwere Hautveränderungen, Augenerkrankungen, neurologische Defekte und Skelettfehlbildungen zusammengefasst.
Aber auch für Sie als Schwangere kann eine Windpockeninfektion eine sehr schwere bis lebens-bedrohliche Erkrankung darstellen. Viele Erwachsene erkranken an einer Varizellen-Lungen-entzündung, davon versterben ca. 20 %!
Um jegliches Risiko zu vermeiden, sollte jede Frau, die sich ein Kind wünscht, wissen, ob sie gegen Windpocken immun ist, d.h. ob sie Varizellen-Antikörper aufweist. Wenn sie nicht gegen Windpocken geschützt ist und in der Schwangerschaft mit Windpocken in Kontakt kommt, hat der Arzt 72 Stunden Zeit, ein Immunglobulin zu spritzen, das die Infektion aufhalten kann.
72 Stunden (3Tage) sind nicht viel Zeit, wenn man erst den Antikörperstatus überprüfen und dann das Immunserum (das nicht in den Apotheken vorrätig ist) bestellen muss!
Deshalb empfehlen wir allen Frauen vor einer geplanten Schwangerschaft, wenn Sie sich nicht 100%ig sicher sind, die Windpockeninfektion durchgemacht zu haben, den Antikörper-Titer überprüfen zu lassen. Bei nicht vorhandener Immunität kann jede Frau kostenlos gegen Varizellen geimpft werden und somit für die Schwangerschaft einen sicheren Schutz aufbauen. Allerdings sollte man nach dieser Impfung mindestens 3 Monate nicht schwanger werden!
Auch wenn Sie bereits schwanger sind, ist die Überprüfung des Antikörper-Titers sehr sinnvoll. Denn dann gewinnen wir Zeit und Sicherheit, falls es zu einem Kontakt mit einem windpockeninfizierten Kind kommen sollte.
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