Frauenärztin Ingelfingen - Dr. med. Marion Lauer

Dr. med. Marion Lauer

Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Graf-Casimir-Str. 1
74653 Ingelfingen

Tel.: 07940-4898
Fax: 07940-58369

E-Mail: praxisingel@googlemail.com

 

Langzeitverhütungsmittel
(Spiralen und Co)

 

Hormonspiralen

Hormonspiralen gehören zu den östrogenfreien Langzeitverhütungsmitteln, die das Gestagen Levonorgestrel enthalten. 

Sie zählen zu den sehr sicheren Verhütungsmitteln (Pearl Index 0,16 (Mirena), 0,29 / 0,21 (Kyleena / Levosert) bzw. 0,33 (Jaydess)). 

Es gibt die seit Jahren bekannte Hormonspirale Mirena, Liegedauer 5 Jahre mit der besten Endometriumkontrolle (Verhinderung von Zwischenblutungen), und zierlichere, mit geringerer Hormondosis, die auch für jüngere Frauen geeignet sind und für 3 bzw. 5 Jahre belassen werden können (Jaydess bzw. Kyleena und Levosert).

Spiralen werden grundsätzlich über eine schmale Einführungshülse in die Gebärmutterhöhle eingelegt und können schmerzfrei über sogenannte Haltefäden jederzeit wieder entfernt werden.

Östrogenfreie Verhütungsmittel führen nach einer anfänglichen Gewöhnungsperiode zu einem Abflachen der Gebärmutterschleimhaut für die Dauer der Verhütung. Hierdurch haben ca. 10% der Patientinnen den Komfort, keine Periode während der Verhütungszeit zu haben, ca. 80 % haben unregelmäßige, seltene Schmierblutungen und nur ca. 10% menstruieren trotz liegender Hormonspirale oder haben Zwischenblutungen. (Komplettes Ausbleiben der Menstruation meist nur bei Mirena).

Der Verhütungseffekt und die Wirkungsweise sind örtlich (d.h. die Hormondosis ist so gering, daß die Eierstocksfunktion sowie der Eisprung ungestört weitergehen): Die Verhütungswirkung erfolgt durch eine Atrophie der Gebärmutterschleimhaut, durch die mechanische Komponente und durch eine Verdickung des Zervixschleimes. Letzteres senkt zusätzlich das Risiko für Eierstocksentzündungen.

 

Hormonfreie Spiralen

Hormonfreie Spiralen beeinflussen den Hormonhaushalt nicht. Der Eisprung findet ganz normal statt. Die Periode kann verstärkt oder etwas verlängert sein.

Die Kupferkette auch bekannt als Gynefix ist eine sehr sichere Verhütungsmethode (Pearl Index 0,1-0,5), die auch für junge Frauen geeignet ist. Die Liegedauer beträgt 5 Jahre. Die Verhütungsweise ist rein durch die Wirkung des Kupfers gegeben (Verhinderung des Einnistens der befruchteten Eizelle und Störung der Spermienbeweglichkeit). Durch das flexible Design und die relativ geringere Kupferdosis gilt die Kupferkette als sehr verträglich (so sind die Periodenblutungen meist nicht verstärkt und die Kupferkette kann sich allen Bewegungen der Gebärmutter anpassen). Durch eine Fixierung mithilfe eines kleinen Knötchens in der Gebärmutterwand ist das Risiko des Verrutschens oder gar Ausstoßens der Spirale geringer als bei herkömmlichen Spiralen. Ein vorheriger Ultraschall zur Vermessung der Wanddicke der Gebärmutter im Bereich der geplanten Fixierung ist beim Planungsgespräch obligat.

Kupferperlenball: Hierbei handelt es sich um eine sehr moderne hormonfreie Verhütung für Frauen ab 15 Jahren, bei der die Fixierung im Gegensatz zur Kupferkette Gynefix nicht erfolgt und nicht notwendig ist. Die Liegedauer beträgt 5 Jahre. Wie die anderen Verhütungsmethoden mit kupferhaltigen Spiralen auch schwächen die freigesetzten Kupferionen die Spermienbeweglichkeit ab und verhindern so die Befruchtung der Eizelle. Beim Kupferperlenball handelt es sich um eine Kupferkette, die durch die Formgedächtnislegierung Nitinol (bekannt aus der Kardiologie zur Stentimplantation) beim Legen automatisch die Form eines dreidimensionalen kleinen Balls von 15mm Durchmesser einnimmt. In die Gebärmutter eingeführt wird der Nitinol-Trägerfaden mit den aufgefädelten Kupferperlen mithilfe eines dünnen Röhrchens (3,2 mm Durchmesser). Die Kugelform entfaltet sich erst in der Gebärmutterhöhle. Durch diese Technologie ist das Verletzungsrisiko äußerst gering. Die Verhütungssicherheit ist hoch, der Pearl-Index beträgt 0,3-0,8.

Kupferspiralen gibt es in unterschiedlichen Designs. Sie können 3(-5) Jahre belassen werden. Die Verhütungsweise ist rein durch die Wirkung des Kupfers gegeben (Verhinderung des Einnistens der befruchteten Eizelle und Störung der Spermienbeweglichkeit). Die Verhütungssicherheit ist etwas geringer im Vergleich mit den oben genannten Spiralen oder bei einer zuverlässigen Pilleneinnahme. (Der Pearl-Index beträgt 0,7-3). Die Periode ist meist etwas verstärkt.

Trotzdem sind zahlreiche Frauen mit dieser sehr bewährten Methode sehr zufrieden.

 

Hormonstäbchen

Hormonstäbchen (Implanon NxT  oder Nexplanon) gehören zu den östrogenfreien Langzeitverhütungsmitteln, die das Gestagen Etonogestrel enthalten. Sie zählen zu den sehr sicheren Verhütungsmitteln (Pearl Index 0,08). Ein Hormonstäbchen kann für die Dauer von 3 Jahren belassen werden und ist auch für jüngere Frauen geeignet.

Das Hormonstäbchen wird mit einer speziellen Nadel in örtlicher Betäubung am Oberarm gelegt und ist unter der Haut tastbar.

Östrogenfreie Verhütungsmittel führen nach einer anfänglichen Gewöhnungsperiode zu einem Abflachen der Gebärmutterschleimhaut für die Dauer der Verhütung. Hierdurch haben ca. 10% der Patientinnen den Komfort, keine Periode während der Verhütungszeit zu haben, ca. 80 % haben unregelmäßige, seltene Schmierblutungen und nur ca. 10% menstruieren trotz liegendem Implantat oder haben Zwischenblutungen.

Die Verhütungsmethode hat eine sehr gleichmäßige Wirkung. Der Eisprung wird unterdrückt. Es muß keine Rücksicht auf Magen-Darm-Probleme oder Antibiotikaeinnahme genommen werden.

 

Anmerkung zur Langzeitverhütung:

Vor Einlage ist ein Beratungs- und Aufklärungsgespräch erforderlich. Die letzte Vorsorge oder Zytokontrolle sollte nicht älter als 6 Monate sein.

 

Andere Verhütungsmethoden:

Selbstverständlich beraten wir auch ausführlich über sämtliche andere Verhütungsmittel (Pillen, Verhütungsring, Verhütungspflaster, Dreimonatsspritze, natürliche und operative Verhütungsmethoden, Pille danach).

 

Anmerkung: wenn eine sichere Verhütung gewünscht wird, wird derzeit von Seiten der Fachverbände noch ausdrücklich vor der alleinigen Anwendung von Verhütungs-Apps gewarnt, da deren Sicherheit bislang nicht ausreichend durch unabhängige Studien nachgewiesen ist.

 

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