Frauenärztin Ingelfingen - Dr. med. Marion Lauer

Dr. med. Marion Lauer

Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Graf-Casimir-Str. 1
74653 Ingelfingen

Tel.: 07940-4898
Fax: 07940-58369

E-Mail: praxisingel@googlemail.com

 

Zusatz-Leistungen im Rahmen der Krebsvorsorge 

Früherkennung Brustkrebs - Brustultraschall (hochauflösend)

Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen.

Die gesetzliche Krebsvorsorge sieht eine regelmäßige Tastuntersuchung der Brustdrüse ab dem 30. Lebensjahr vor und das sogenannte Mammographiescreening zwischen 50 und 70 Jahren. In letzterem Zeitraum ist die statistische Wahrscheinlichkeit, an Brustkrebs zu erkranken, am höchsten. In den Jahren davor und danach beträgt die Wahrscheinlichkeit allerdings auch nicht 0 Prozent sondern nähert sich linear. Etwa ein Viertel der Brustkrebserkrankungen tritt z.B. zwischen 40-49 Jahren auf (Stand 2010, Dt. Ärzteblatt, Jg 107, Heft 46).

Zu beachten ist auch, daß das individuelle Risiko sich vom Risiko der Allgemeinbevölkerung durch Faktoren wie Erkrankungen in der Familie, die Beschaffenheit der Brustdrüse (Dichte, Knotigkeit, Größe) oder Risikofaktoren wie Begleiterkrankungen, Hormoneinnahme oder Übergewicht unterscheiden kann.

Apparative Untersuchungen wie Mammographie oder Brustultraschall bieten darüberhinaus die Chance, die verdächtigen Herde bereits in geringerer Größe und somit früher als durch die Tastuntersuchung zu erkennen.

Die Untersuchungen sind als ergänzend zu werten, da keine Methode 100 Prozent erbringt. Der Vorteil des Brustultraschalls liegt im Fehlen von Röntgenstrahlen, d.h. ohne Belastung kann die Brustdrüse so oft wie nötig sonographiert werden, was z.B. im Jahres-Intervall während des Mammographiescreenings (eine Mammographie erfolgt hier nur alle 2 Jahre) interessant sein kann.

Zusätzlich haben wir die Möglichkeit, fragliche Befunde elastographisch zu beurteilen. 

Auch hat der Brustultraschall eine wichtige Funktion bei sehr dichtem Brustgewebe, welches seinerseits bei der Befundung der Mammographie störend wirkt.

Ferner wird auch die Lymphknotenregion der Achselhöhle mituntersucht. Für jüngere Frauen stellt der Brustultraschall ohnehin die Methode der Wahl dar.

Zu bedenken ist mittlerweile auch, daß die Chance, eine Brustkrebserkrankung zu überleben, in den letzten Jahren insbesondere bei Anfangsbefunden enorm gestiegen ist.

Bitte beachten Sie, daß Sie im Fall einer gewünschten Brustultraschalluntersuchung diese bei uns bei der Terminvereinbarung mit angeben, damit wir genügend Zeit eingeplant haben. (Andernfalls würde ein separater Termin vergeben werden. Wir danken im Interesse der anderen wartenden Patientinnen für Ihr Verständnis.)

Früherkennung Gebärmutter- und Eierstockskrebs - Vaginalultraschall

Beim Vaginalultraschall werden die Gebärmutter, die Eierstöcke, der sogenannte Douglasraum (=die tiefste Stelle im Bauchraum hinter der Gebärmutter), die Harnblase und die Beckenwand im Bereich der Eierstockslogen sonographisch untersucht. Diese Untersuchung ist einer reinen Tastuntersuchung, wie in der gesetzlichen Krebsvorsorge vorgesehen, weit überlegen, da auch z.T. große Eierstockstumoren sogar in Kenntnis ihres Vorhandenseins nicht tastbar sein müssen.

Gesucht wird nach Eierstockstumoren und einer Verdickung der Gebärmutterschleimhaut im Inneren der Gebärmutter (= nie tastbar), die ein erstes Zeichen für die Entstehung von Gebärmutterkrebs sein kann. Eine größere Menge an Bauchwasser im Douglasraum kann auch ein indirektes Turmorzeichen darstellen.

Das Ovarialkarzinom (=Eierstockskrebs) ist der fünfthäufigste Krebs bei Frauen, der Altersgipfel liegt bei 62 Jahren, bei familiärem Risiko deutlich früher. Risikofaktoren sind u.a. späte oder keine Schwangerschaft, Übergewicht und das Syndrom der polyzystischen Ovarien (PCO). Der Vaginalultraschall stellt bis heute die beste bildgebende Untersuchung zur Diagnostik dar.

Der Gebärmutterkrebs (=Endometriumkarzinom) ist das vierthäufigste Malignom bei Frauen in Deutschland. Der Altersgipfel liegt bei 65 Jahren und älter, bis zu einem Fünftel der Erkrankungen treten aber auch bei unter 45-jährigen Frauen auf. Risikofaktoren sind u.a. Bluthochdruck, Diabetes und Übergewicht, aber auch die Einnahme von Tamoxifen. Die Gebärmutterschleimhaut ist von außen nicht tastbar, da sie im Inneren der Gebärmutterhöhle liegt. Durch die Ultraschalluntersuchung besteht die Chance, das Karzinom schon vor dem Eintreten einer Symptomatik - also früher - zu entdecken.

Die Untersuchung kann im Rahmen der Krebsvorsorgeuntersuchung ohne zusätzliche Voranmeldung durchgeführt werden.

Früherkennung Dickdarmkrebs - Immunologischer Stuhltest

Die gesetzliche Krebsvorsorge sieht zwischen 50-und 55 Jahren einen jährlichen Stuhltest auf verstecktes Blut im Stuhl vor, ab 55 alle 2 Jahre oder dann – als Goldstandard- die Darmspiegelung 2x im Abstand von 10 Jahren zur Früherkennung von Dickdarmkrebs.

Die Darmspiegelung stellt eine bei gut gereinigtem Darm und normaler Anatomie sehr genaue Untersuchung dar, bei der auch Proben entnommen werden können.

Neu: Seit dem 1.4.2017 steht der immunologische Stuhltest nun auch gesetzlich versicherten Patientinnen (ab 50 Jahre) zur Verfügung (bis vor kurzem gab es kassenärztlich erstattet nur den äußerst ungenauen Guajac-Stuhltest mit einer Entdeckungsrate von näherungsweise 30 %) und stellt eines der Beispiele für eine Vorreiterrolle der IgEL-Leistungen für verbesserte medizinische Diagnostik dar.

Die Entdeckungsrate für Dickdarmkrebs wird für den immunologischen Stuhltest auf zwischen 70-80% beziffert und stellt eine gute Alternative dar z.B. bei Ablehnen der Darmspiegelung oder früherem Vorsorgewunsch sowie zur Überbrückung des langen Intervalls. (Außerhalb des o.a. Altersbereiches oder der angegebenen Intervalle ist er nur als IgEL-Leistung möglich).

Mit der immunologischen Methode wird eine deutlich höhere Empfindlichkeit für menschlichen roten Blutfarbstoff (Hämoglobin) im Stuhl erreicht als mit den herkömmlichen Guajac-Tests.

Zu erwähnen bleibt noch, daß ein positives Ergebnis bei beiden Stuhltests, (d.h. es wird Hämoglobin nachgewiesen), nicht automatisch die Diagnose Krebs bedeutet, da das Blut aus allen Bereichen des Magen-Darm-Traktes stammen kann, ferner gibt es gut- und bösartige Ursachen für Blutungen. Die Folge eines positiven Testes wäre eine weitere Abklärung.

Früherkennung Harnblasenkrebs - Immunologischer Test

Harnblasenkrebs kann im Alter oder bei besonderen Belastungen wie chronischer Kaffee- oder Schmerzmittelkonsum, chronische Harnwegsinfekte, Rauchen, Arbeit mit chemischen Stoffen (Lackierbetriebe, Friseurhandwerk) oder familiär bedingt auftreten. Die Heilungsaussichten bei früh entdeckten Tumoren sind als gut zu betrachten, bei fortgeschrittenen Stadien ist dies zumeist nicht mehr der Fall. Daher ist die Entdeckung früher Stadien ein wichtiger Schritt zur Früherkennung und Ermöglichung einer Heilung.
Eine nicht invasive Screeningmöglichkeit mit einer Entdeckungsempfindlichkeit von knapp 83% für Anfangsstadien stellt ein kombinierter Urintest auf einen Blasentumormarker und (nicht mit dem bloßen Auge erkennbare) Blutspuren dar. (Bitte daher nur im blutungsfreien Zustand durchführen und mindestens 3 Tage Abstand zur Menstruation einhalten). Das Testergebnis liegt nach wenigen Minuten vor. Im Fall eines auffälligen Ergebnisses würde eine diagnostische Blasenspiegelung empfohlen werden.

Früherkennung Gebärmutterhalskrebs - Dünnschichtzytologie

Der zytologische Abstrich vom Gebärmutterhals mit der Dünnschichttechnik im Rahmen der Krebsvorsorge verbessert die diagnostische Genauigkeit gegenüber dem herkömmlichen Abstrich nach Papanicolao erheblich.
Es wird eine der Gebärmutterhalsanatomie angepasste Spezialbürste verwendet. Die Konservierungslösung wird mit den entnommenen Zellen direkt eingesandt und im Labor gefiltert.
Störende Überlagerungen durch Eiweiße oder Blutbestandteile werden so weggefiltert, es geht kein Zell-Material über die Abstrichtupfer verloren und die spezielle Ausstrichtechnik ergibt ein wesentlich übersichtlicheres Bild.

Ab 1.7.2016 besteht zusätzlich die Möglichkeit, unklare Befunde, die mit dieser Spezialbürste entnommen wurden, immunzytologisch genauer zu untersuchen.  Ferner ist es möglich, HPV aus der Probe mitzubestimmen und die Viren zu typisieren.

Anmerkung zum HPV-Test:

Im Rahmen der neuen Krebsvorsorgerichtlinie ab 1.1.2020 ist ein HPV-Test (= Virustestung auf HPV 16, 18 und HPV others) bei allen Patientinnen ab 35 Jahren alle 3 Jahre eine Kassenleistung (nicht jedoch die Dünnschichtzytologie), bei jüngeren Patientinnen nur bei bestimmten auffälligen Zytologiebefunden.

Eine HPV-Testung als Wunschleistung (IgEL) ist jederzeit möglich.

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