Gemeinschaftspraxis der Frauenärzte Per Kistenbrügge - Claudia Hamma - Dr. med. Stephanie Holl - Dr. med. Martina Lehnhardt

Per Kistenbrügge

Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Claudia Hamma

Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Zietenstr. 2
30163 Hannover

Tel.: 0511 / 31 70 47 / 48
Fax: 0511 / 34 13 35

Homepage: www.kistenbruegge.de

Neue Vorschriften... Danke liebe Politiker

Ab 2020 werden die Intervalle des zytologischen Abstriches vom Muttermund ( sogenannter PAP-Abstrich ) auf 3 Jahre gestreckt. Offiziell natürlich, weil Sie überversorgt sind. Die Medizin hat es geschafft, das Vorkommen des Zervixkarzinoms in den letzten 40 Jahren so zu senken, das einige Politiker der Meinung sind, das das Zervixkarzinom gar nicht gefährlich ist. Lobbyisten haben dafür gesorgt, das der HPV-Abstrich in den Fokus unserer Politiker geraten ist, obwohl es keine (!) HPV-Tests in Deutschland gibt, die alle (!) das selbe Ergebnis bei der gleichen Frau anzeigen. Übersetzt heißt das, eventuell zeigt er was an, vielleicht auch nicht.

Wie konnte das geschehen? Ganz einfach: Viele Frauen gehen nicht zum jährlichen PAP-Abstrich und einige davon entwickeln ein Zervixkarzinom. Dies wird von den Lobbyisten als Versagen der bisherigen Praxis verkauft, obwohl wir Gynäkologen wissen: Wer regelmäßig einen PAP-Abstrich machen läßt, hat ein geringes Risiko für ein Zervixkarzinom.

Bisher wurden Sie bei einem auffälligen PAP-Abstrich angeschrieben und die meist harmlose Veränderung von uns Frauenärzten bei Ihnen nur beobachtet. In über 90% der Fälle heilt eine HPV-Infektion, welche ja bekanntlich meistens die Veränderungen am Muttermund erzeugt, nach 18 bis 36 Monaten wieder ab, d.h. es ist keine weitere Therapie erforderlich.

Nun wird es so sein, das wenn Sie einen "auffälligen PAP" haben, diverse Untersuchungen in sogenannten spezialisierten Zentren über sich ergehen lassen müssen. Diese Zentren sind leider nicht so häufig, d.h. für Sie: lange Wartezeiten auf einen Termin. Wir werden Sie darüber persönlich aufklären und beraten, wenn es Sie betrifft.

Für Frauen bis 35 Lebensjahren ändert sich erstmal nichts, da der HPV-Virus in dieser Altersgruppe in über 60% der Bevölkerung vorkommt ( weiblich wie männlich ). Es wird nach wie vor der PAP Test jährlich durchgeführt, da diese Methode sich ja bewährt hat!

[ Humane Papillom Viren erzeugen das Zervixkarzinom, Vaginalkarzinom, Vulvakarzinom, Anuskarzinom, Peniskarzinom, Feigwarzen und Tumore an der Haut und im Hals-Nasen-Ohren-Bereich. Übrigens: Eine Impfung schützt und wird von vielen Krankenkassen auch nach dem 18. Lebensjahr bezahlt, wenn Sie die Impfung verpasst haben sollten. ]

Für Frauen ab 35 Lebensjahren ist eine Kombination aus HPV-Test und zytologischem Abstrich vorgesehen. Bei Auffälligkeiten werden Sie von uns informiert --> Leider wird das viel häufiger sein als bisher ( siehe: Sie haben Post... ), da nun auch ein positiver HPV-Befund ( s.o.: Eigentlich nichts Besonderes ) Massnahmen vorschreibt.

Sie werden alle 5 Jahre von Ihrer Krankenkasse schriftlich über die "neue und bessere Krebsfrüherkennung" informiert werden; so ist es gesetzlich vorgeschrieben! Aber schon jetzt weigern sich einige Kassen, diese Informationen ihren Kunden, also Ihnen, zur Verfügung zu stellen. Denn Sie sollten darüber informiert werden, dass Sie weiterhin JÄHRLICH zur Vorsorge bei Ihrem Frauenarzt gehen sollen. Arg der Schelm, der da Böses denkt!

Vorsorge ist nicht nur ein Abstrich! Schützen Sie bitte weiterhin so konsequent Ihre Gesundheit!

 

 

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