Dr. med. Kirstin Golombeck, ENDOKRINOLOGIKUM HANNOVER am Raschplatz

Dr. med. Kirstin Golombeck

Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Rundestraße 10
30161 Hannover

Tel.: 0511-215 55 82-000
Fax: 0511-215 55 82-119

E-Mail: kirstin.golombeck@endokrinologikum.com
Homepage: www.endokrinologikum.com/standorte/hannover

Zu einigen Punkten des Behandlungsspektrums finden Sie unten auf dieser Seite Links zu näheren Informationen. Links im Behandlungsspektrum führen zu weiteren Informationen des Angebots Frauenärzte im Netz des Berufsverbandes der Frauenärzte e. V. (BVF) . Beim Aufruf dieser Links wird ein gesondertes Fenster geöffnet. Um zurück zu dieser Seite zu gelangen, schließen Sie einfach das zusätzliche Fenster.

Wir bieten im frauenärztlichen Bereich die Abklärung und Behandlung von:

Gynäkologische Endokrinologie

Konservative Kinderwunschbehandlung

  • kontrollierte ovarielle Stimulationstherapie
  • intrauterine Inseminationsbehandlung (=IUI) - weitere Informationen s. unten

Pränataldiagnostik

Ultraschall-Bereich im ENDOKRINOLOGIKUM HANNOVER am Raschplatz - Bild: Eigenes Bildmaterial © ENDOKRINOLOGIKUM

Ultraschall-Bereich im ENDOKRINOLOGIKUM HANNOVER am Raschplatz
(Bild: Eigenes Bildmaterial © ENDOKRINOLOGIKUM)

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Beim Aufruf der nachfolgenden Links erhalten Sie weitere Informationen zu einigen Punkten unseres Behandlungsspektrums. Diese Informationen werden in einem gesonderten Fenster angezeigt. Wenn Sie dieses Fenster schließen, kommen Sie zu dieser Seite zurück.

Jugendgynäkologie / Mädchensprechstunde

Hormonstörungen bei weiblichen Jugendlichen


In der Pubertät verändert sich Dein Körper durch den Einfluss von Geschlechtshormonen. Du bekommst Scham- und Achselbehaarung, Deine Brüste wachsen und Du hast zum ersten Mal Deine Regel. Dieser „Umbau“ des Körpers beginnt normalerweise im Alter von 8 bis 13 Jahren.

  • Vielleicht laufen bei Dir diese Veränderungen anders ab als bei Deinen Freundinnen und Du machst Dir Sorgen und fragst Dich, ob alles ganz normal ist, was Du an Dir beobachtest.
  • Vielleicht kommt Deine Regel zu häufig, zu selten oder manchmal auch gar nicht. Vielleicht hört sie gar nicht auf. Vielleicht hast Du Schmerzen im Bauch und im Kopf, wenn die Regel kommt
  • Vielleicht wachsen Dir Haare, wo Du sie nicht haben möchtest, oder Pickel stören Dich, vielleicht werden es immer mehr. Vielleicht gehen Dir Kopfhaare vermehrt aus.
  • Vielleicht bist Du mit Deinem Körpergewicht unzufrieden, fühlst Dich zu dick, oder auch zu dünn.


 

  • Vielleicht kommt eine milchige Flüssigkeit aus Deiner Brust oder Deine Brust tut Dir öfter weh.
  • Vielleicht brauchst Du die Pille, bevor Du das erste Mal mit Deinem Freund schläfst und traust Dich nicht danach zu fragen.
  • Vielleicht nimmst Du die Pille und kommst damit nicht gut zurecht, vielleicht hast Du Beschwerden, die erst mit der Einnahme der Pille begonnen haben.
  • Vielleicht hast Du eine Krankheit, die Dir verbietet die Pille einzunehmen und weißt nicht, wie Du verhüten sollst.
  • Vielleicht hast Du andere Probleme, von denen Du denkst, dass Dir eine Frauenärztin oder ein Frauenarzt helfen kann.
  • Vielleicht hängen Deine Probleme wie trockene Haut, Gewichtszunahme, Haarausfall und Müdigkeit auch mit Deiner Schilddrüse zusammen oder vielleicht gibt es in Deiner Familie Erkrankungen der Schilddrüse.

Bei allen diesen Sorgen sind wir für Dich da. Vereinbare einfach einen Termin. Du kannst alleine oder mit Deinen Eltern zu uns kommen. Wenn Du möchtest, kannst Du aber auch eines Deiner Geschwister, eine Freundin oder einen Freund mitbringen.

Dein erster Termin

Dein erster Termin beschränkt sich auf ein ausführliches Gespräch, um Dich und Deine Sorgen kennenzulernen und zu verstehen. Manchmal führen wir eine Ultraschalluntersuchung auf dem Bauch durch. Eine Untersuchung der Scheide auf dem gynäkologischen Stuhl, vor der sich viele Mädchen scheuen, ist am Anfang nicht erforderlich. Uns ist wichtig: alle Untersuchungen werden mit Dir abgesprochen – Du kannst uns vertrauen.

Wer wir sind. Wie wir arbeiten.

Im ENDOKRINOLOGIKUM HANNOVER arbeiten Ärzte verschiedener Fachrichtungen eng zusammen. Es gibt hier Frauenärzte, Kinderärzte und Ärzte für Innere Medizin. Alle kümmern sich gemeinsam um Krankheiten, die mit den Hormonen zusammenhängen.

Auf den Seiten Praxiszeiten/Team und Anfahrt findest Du die weiteren Informationen. Du kannst uns gerne zunächst auch anrufen oder per E-Mail Fragen stellen. Für Deine Fragen kannst Du auch unser Kontaktformular benutzen. Um auf diese Seiten zu kommen, schließe einfach dieses Fenster.

Polyzystisches Ovarsyndrom

Einführung

Für viele mag es überraschend klingen:
Auch der weibliche Körper produziert männliche Hormone. Solange die Menge stimmt, ist das ganz normal und gesund. Was aber passiert, wenn der Körper zuviel männliche Hormone bildet, wie es bei 1 Million  Frauen in Deutschland der Fall ist?

Das Polyzystische Ovarsyndrom

Das Polyzystische Ovarsyndrom (PCOS) ist die häufigste hormonelle Erkrankung junger Frauen im geschlechtsreifen Alter.
Charakteristisch für das PCOS ist eine Erhöhung der männlichen Hormone im Blut und ein unregelmäßiger Menstruationszyklus, der oftmals mit einem unerfüllten Kinderwunsch einhergeht. Nur bei 75% der betroffenen Frauen finden sich im Ultraschall die namensgebenden polyzystischen Ovarien (Eierstöcke mit vielen kleinen verkümmerten Eibläschen).

Typische Veränderungen im äußeren Erscheinungsbild sind:

  • vermehrte Körperbehaarung (Hirsutismus)
  • Akne
  • Haarausfall (Alopezie)
  • Übergewicht

Falls Sie die beschriebenen Symptome an sich bemerkt haben, dann sprechen Sie Ihren Arzt darauf an. Er wird Sie beraten, ob ein Besuch bei einem Spezialisten sinnvoll ist.

Darüber hinaus haben Frauen mit PCOS in der Hälfte der Fälle ein erhöhtes Risiko, im Laufe des Lebens eine Blutzuckerkrankheit zu entwickeln. Dies gilt insbesondere für die Patientinnen, die unter Übergewicht leiden und bei denen enge Familienangehörige an einem Alterszucker (Typ 2 Diabetes mellitus) erkrankt sind.

Das individuell unterschiedliche Ausmaß einzelner Symptome und die Komplexität der Erkrankung führen dazu, dass PCOS trotz seiner Häufigkeit noch relativ unbekannt ist und zum Teil spät diagnostiziert wird.

Was erwartet Sie beim Hormon-Spezialisten (Endokrinologen)?

Am Anfang steht das ausführliche Gespräch mit dem Arzt / der Ärztin. Wichtig sind hierbei Informationen zu Ihrem Menstruationszyklus, dem Beginn der ersten Periode, der Pubertätsentwicklung und Schwangerschaften. Es folgt eine körperliche Untersuchung, bei der insbesondere die Körperbehaarung beurteilt wird.
Anschließend werden Blutuntersuchungen durchgeführt, welche die Diagnose des PCOS sichern sollen. Hierzu gehört nicht nur der Nachweis erhöhter männlicher Hormone im Blut, sondern auch der Ausschluss anderer Erkrankungen, die ein ähnliches Beschwerdebild verursachen.
Bei jeder PCOS-Patientin wird zudem ein Zuckerbelastungstest (Oraler Glukose-Toleranztest = OGTT) durchgeführt. Dieser gibt wichtige Hinweise auf das Vorliegen einer Vorstufe der Zuckererkrankung (pathologische Glukosetoleranz) oder auf einen bereits bestehenden Diabetes mellitus.
In manchen Fällen kann die Notwendigkeit bestehen, einen Ultraschall der Eierstöcke durchzuführen, um polyzystische Ovarien nachzuweisen.
Ein Ultraschall der Schilddrüse sollte zum Ausschluss von Schilddrüsenerkrankungen, die beim PCOS gehäuft auftreten, ebenfalls durchgeführt werden.

Wie wird PCOS behandelt?

Eine Heilung des PCOS ist bislang nicht möglich. Es stehen aber viele Therapiemöglichkeiten zur Verfügung, um die Beschwerden zu verbessern oder sogar zu normalisieren. Die Therapie des PCOS richtet sich nach der im Vordergrund stehenden Symptomatik und Ihrer individuellen Lebenssituation. Zusammen mit Ihrem/Ihrer betreuenden Arzt/Ärztin können Sie ein an Ihre Bedürfnisse angepasstes Therapiekonzept festlegen.

Die Therapie des PCOS kann nicht nur klinische Beschwerden behandeln, sondern auch Folgeerkrankungen vorbeugen und Ihre Lebensqualität verbessern.

Im Falle eines unerfüllten Kinderwunsches stellen wir für Sie gerne den Kontakt zu einem unserer kooperierenden Kinderwunschzentren her.

Wo können Erfahrungen ausgetauscht werden?

Die mit dem PCOS verbundenen körperlichen Beschwerden können auch zu einer Einschränkung der Lebenszufriedenheit, der Lebensqualität und der Sexualität betroffener Frauen führen. Viele Frauen fühlen sich von ihren Familien und Freunden unverstanden. In Selbsthilfegruppen besteht die Möglichkeit, Erfahrungen auszutauschen und sich gegenseitig zu helfen. Die Erfahrung, nicht mehr allein zu sein, kann entscheidend zur Verbesserung der persönlichen Lebenssituation und des Wohlbefindens beitragen. Vielleicht gibt es ja auch eine Gruppe in Ihrer Nähe. Informationen finden Sie im Internet unter

www.pcos-selbsthilfe.org

Hinweis für Patientinnen

Bitte wenden Sie sich bei diagnostischen Fragen direkt an Ihre(n) behandelnde(n) Arzt/Ärztin, wenn Sie sich bereits in einer Behandlung befinden. Diese(r) kann uns für weitere Fragen gerne konsultieren. Wir bitten um Ihr Verständnis, dass wir diesbezügliche Patientenanfragen nur dann beantworten können, wenn Sie in einem unserer Kompetenzzentren behandelt werden oder behandelt werden möchten.

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Wechseljahre

Wechseljahre und Lebensqualität

Unter den Wechseljahren (Klimakterium) versteht man eine mehrere Jahre dauernde Übergangsphase von der Zeit der vollen Geschlechtsreife in die Zeit der hormonellen Ruhe der Eierstöcke (meist 45.-55. Lebensjahr). Durch das Absinken des Östrogenspiegels (Hormonspiegel im Blut) kommt es zu den typischen Wechseljahresbeschwerden wie Hitzewallungen und Schweißausbrüchen. Zusätzlich können Schlafstörungen, Reizbarkeit, Nervosität, Kopfschmerzen und depressive Verstimmungen das Wohlbefinden beeinträchtigen.

In Folge des bestehenden Östrogenmangels werden darüber hinaus folgende Veränderungen beobachtet:

  • Ausbleiben bzw. Unregelmäßigkeit der Monatsblutungen
  • Veränderungen an der Haut und den Haaren
  • Gewichtsprobleme
  • Osteoporose (Knochenentkalkung, -brüchigkeit)
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Harnwegsinfektionen, Blasenschwäche
  • Entzündungen im Bereich der Geschlechtsorgane

Das Ausmaß der Wechseljahresbeschwerden ist von Frau zu Frau sehr unterschiedlich. Es kann in einigen Fällen zu einer erheblichen Beeinträchtigung der Lebensqualität führen.

Gesund in den Wechseljahren

 

Frauen erleben in der zweiten Lebenshälfte eine Phase intensiver hormoneller Veränderungen. Neben unangenehmen, aber harmlosen Beschwerden wie Hitzewallungen oder Schweißausbrüchen sollten Sie das Risiko einer Osteoporose mit erhöhter Knochenbrüchigkeit nicht aus den Augen verlieren. Außerdem steigt mit zunehmendem Alter das Risiko für Gefäßveränderungen, die letztlich zu einer Arteriosklerose, einem Herzinfarkt oder einem Schlaganfall führen können.

Untersuchungen

Sie können viel tun, um Ihren neuen Lebensabschnitt nicht als Belastung, sondern als Chance zu nutzen. Denn häufig haben sich in den Wechseljahren die Probleme und Belastungen früherer Lebensabschnitte gelöst. Damit Sie diesen Zustand genießen können, sollten Sie auf der körperlichen Seite Klarheit schaffen: Gezielte Laboruntersuchungen geben Auskunft über Ihr persönliches Risiko, zum Beispiel eine Osteoporose zu entwickeln oder zeigen einen Hormonmangel zuverlässig an. Am Anfang steht in jedem Fall das Gespräch mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin. Eine ausführliche Untersuchung ist die Basis für Empfehlungen zur Vorbeugung oder für die Entscheidung für eine Hormonersatzbehandlung. Durch die Kenntnis der Laborwerte kann der Arzt Ihnen die für Sie richtigen Empfehlungen geben bzw. frühzeitig mit einer eventuell notwendigen Behandlung beginnen - oder diese besser und gezielter, ganz individuell, dosieren.

Hormone können vor Krankheiten schützen

Zur Behandlung der Wechseljahresbeschwerden stehen eine Fülle von Möglichkeiten zur Verfügung. In bestimmten Fällen wird Ihr Arzt eine Hormonbehandlung empfehlen, durch die ein wirksamer Schutz vor zahlreichen Erkrankungen ermöglicht werden kann.

Insgesamt werden durch eine Hormon-Therapie bzw. -Substitution folgende Wirkungen erzielt:

  • Besserung typischer Wechseljahresbeschwerden (Hitzewallungen, Schweißausbrüche)
  • Linderung von Beschwerden im Scheiden-, Blasen- und Harnröhrenbereich
  • Schutz vor Osteoporose
  • Schutz vor Dickdarmkrebs

Gerade in letzter Zeit wird aber auch diskutiert, ob vielleicht die Gabe von Hormonen Risiken mit sich bringen können. Insbesondere könnten folgende Risiken erhöht sein:

  • Herz-Kreislauferkrankungen bei entsprechenden Vorerkrankungen (z.B. nach einem Herzinfarkt)
  • Thrombose (Gefäßverschluß)
  • bösartige Veränderungen der Brustdrüse (Mammakarzinom)
  • Bei anderen Erkrankungen ist die Frage noch nicht abschließend beantwortet, ob ein Zusammenhang mit der Hormongabe besteht.

Dies bedeutet nun nicht, dass niemand mehr Hormone in den Wechseljahren einnehmen sollte. Man muss aber für sich den Schluss ziehen, dass es wichtiger denn je ist, für sich selbst - ganz individuell - zu klären, ob eines der genannten Risiken tatsächlich erhöht ist oder nicht. So kann man annehmen, dass z.B. das Brustkrebsrisiko bei bestimmten Hormonkombinationen erhöht ist, bei anderen, einzeln gegebenen Hormonen aber nicht. Was speziell Ihnen hilft, kann man durch Zusatzuntersuchungen klären. Ebenso wird das Risiko einer Thrombose unter der Hormontherapie besser einschätzbar sein, wenn bestimmte Faktoren ausgeschlossen werden können.

Arten der Hormonzufuhr

Am Anfang der Hormonbehandlung steht auf jeden Fall zunächst das Gespräch mit Ihrer Frauenärztin/Ihrem Frauenarzt, die speziell für Sie eine individuelle Hormonbehandlung festlegen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten der Hormonbehandlung. Die jeweilige spezifische Zusammensetzung des Medikamentes kann dabei sehr variieren. Meist wird heute neben einem Östrogen auch ein Gestagen verordnet. Für die Hormonzufuhr stehen verschiedene Darreichungsformen zur Verfügung:

  • Tabletten
  • Gel
  • Hautpflaster
  • Spritzen
  • Scheidenzäpfchen

Am häufigsten werden heute Tabletten und Pflaster verordnet. Beide führen zur Besserung der Wechseljahresbeschwerden.

Nutzen Sie Ihre Chancen

Das Wissen um die Vorgänge des Alterns, der Entstehung von Arteriosklerose und Osteoporose ist in den letzten Jahren stark gewachsen. In unserer modernen Zeit müssen die negativen Folgen des Älterwerdens nicht mehr als unveränderlich hingenommen werden. Sie können viel tun, um Ihren neuen Lebensabschnitt nicht als Belastung, sondern als zweite Chance zu nutzen und Ihre Lebensqualität zu verbessern. Im Gespräch mit Ihrer Frauenärztin/Ihrem Frauenarzt lässt sich klären, ob tatsächlich ein Hormonmangel besteht und ob Sie einem erhöhten Osteoporose- bzw. Arterioskleroserisiko ausgesetzt sind.

Hinweis für Patienten / Patientinnen:

Bitte wenden Sie sich bei diagnostischen Fragen direkt an Ihre(n) behandelnde(n) Arzt/Ärztin, wenn Sie sich bereits in einer Behandlung befinden. Diese(r) kann uns für weitere Fragen gerne konsultieren. Wir bitten um Ihr Verständnis, dass wir diesbezügliche Patientenanfragen nur dann beantworten können, wenn Sie in einem unserer Kompetenzzentren behandelt werden oder behandelt werden möchten.

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Intrauterine Insemination (IUI)

Intrauterine Insemination (IUI)

Findet sich eine nur leichte Einschränkung der Samenqualität, kann die Chance auf eine Schwangerschaft durch eine intrauterine Insemination (IUI) gesteigert werden.

Sie ist auch dann  die Methode der Wahl, wenn man trotz ausführlicher Untersuchungen überhaupt keine Ursache für das Ausbleiben einer Schwangerschaft finden  kann (sog. Idiopathische Sterilität).

Bei der IUI werden die durch die Aufbereitung ausgewählten und konzentrierten Spermien in die Gebärmutterhöhle eingespült. Dabei wird ein dünner Kunststoffkatheter verwendet.

So gelangen sie zum richtigen Zeitpunkt – nämlich kurz vor dem Eisprung – in sehr hoher Zahl nahe an die Eizelle heran.

 

Abb.: Technik der intrauterinen Insemination.
Angestrebt wird eine Follikelgröße von etwa 18–20 mm, bevor die Ovulation mit HCG ausgelöst wird. Ziel ist die monofollikuläre Reifung zur Reduktion des Mehrlingsrisikos. Man muss davon ausgehen, dass ab einer Follikelgröße
von ≥15 mm mit fertilisierungsfähigen Eizellen zu rechnen ist (1). Die Beurteilung des Endometriums erlaubt eine Abschätzung der Schwangerschaftschance. Ein trilaminäres Endometrium spricht für eine gute Qualität (2). Optimaler Zeitpunkt für die Insemination ist die Zeit innerhalb weniger Stunden vor der Ovulation. Eine Unterstützung des Corpus luteum bei monofollikulärer Reifung ist wahrscheinlich in den meisten Fällen nicht unbedingt notwendig, wird von uns aber zur Sicherheit mit vaginalem Progesteron durchgeführt (3). Die Insemination selbst erfolgt transvaginal-transzervikal intrauterin durch Einspülung von etwa 0,3–0,5 ml Spermiensuspension (4).
Quelle: Ludwig, M.: Techniken der Reproduktionsmedizin - Aktueller Stand und Zukunft; Gynäkologe 35:1253-1266; © Springer-Verlag 2002
Die Veröffentlichung erfolgt mit freundlicher Genehmigung des Verlages.

Die IUI gleicht einer normalen frauenärztlichen Untersuchung und ist in aller Regel der Fälle schmerzlos und unkompliziert durchführbar. Die Chance einer Schwangerschaft kann so gesteigert werden.

Hinweis für Patienten / Patientinnen:

Bitte wenden Sie sich bei diagnostischen Fragen direkt an Ihre(n) behandelnde(n) Arzt/Ärztin, wenn Sie sich bereits in einer Behandlung befinden. Diese(r) kann uns für weitere Fragen gerne konsultieren. Wir bitten um Ihr Verständnis, dass wir diesbezügliche Patientenanfragen nur dann beantworten können, wenn Sie in einem unserer Kompetenzzentren behandelt werden oder behandelt werden möchten.

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