Frauenarztpraxis Weilheim

Oksana Nedavina-Cadjenovic

Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Dr. med. Hanns-Joachim Schmidt (angest.)

Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Obere Grabenstr. 5
73235 Weilheim

Tel.: 07023 / 909241
Fax: 07023 909243

E-Mail: schmidt.hajo@web.de

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Biographie

Die erste Biographie, die hier erscheint, ist die Biographie der Praxis-Inhaberin Oksana Nedavina-Cadjenovic.


In die Schule gegangen und studiert habe ich in Bischkek in Kirgistan. Dort habe ich auch meinen Facharzt in Frauenheilkunde gemacht. Danach war ich in einigen Krankenhäusern in Bischkek tätig. Von 2002 - 2003 war ich leitende Ärztin in der Abteilung für Reproduktionsmedizin am Kyrgyzs Scientific Center of Human Reproduction. Intensiv habe ich mich um die Rehabilitation der Krankenhäuser in Kirgistan gekümmert. Dort war ich für Einrichtung der geburtshilflichen Geräte verantwortlich und für die Einweisung des Personals an diesen Geräten.

In  Deutschland habe ich meine Facharztprüfung nachgeholt. 2016 habe ich die Frauenarztpraxis in Weilheim übernommen.

 

Nun folgt die Biographie von Dr. Hanns-Joachim Schmidt. Seit 2016 arbeite ich als angestellter Frauenarzt bei der Praxis-Inhaberin Oksana Nedavina-Cadjenovic.


Ich bin in Tübingen in die Schule gegangen, habe dort auch (mit einer kurzen Unterbrechung: Wien) studiert.

Schon während des Studiums habe ich mich für eine künftige Arbeit in Entwicklungsländern weitergebildet, bin auch noch während des Studiums beim DED-deutscher Entwicklungsdienst unter Vertrag genommen worden.

 

 Als Nikolaus auf der Kinderstation in Kaiserslautern

 

Medizinalassistentenzeit und Assistentenzeit in Kaiserslautern – in der Frauenheilkunde bei Prof. Hiersche, dem ich mein Interesse für die Kindergynäkologie verdanke. Herr Hiersche hat sich (1973!) immer als ersten Kindergynäkologen Deutschlands bezeichnet. In einem Zeitungsinterview hat er damals gesagt: „Ein Mädchen, das mit 13 Jahren Verkehr hat, ist auch reif genug, mit 13 Jahren die Pille zu bekommen. Ich werde sie ihr verschreiben“. In der Pfalz der Jahres 1973 ein Aufruhr – heute eine Selbstverständlichkeit.

1974 gings dann mit meiner Frau nach einer 3 monatigen Vorbereitungszeit beim DED in Berlin nach Afrika:  Tansania (ehemals Deutsch-Ostafrika), ein herrliches Land. Beruf, Menschen, Tiere, Landschaft – alles hinterließ einen so tiefen Eindruck, dass wir uns entschlossen, nach beendigter Facharztausbildung wieder zurück nach Afrika zu gehen.

 Im Kreissaal in Kiomboi

 

Und obwohl wir nur 2 Jahre in Tansania gearbeitet hatten, ist Afrika für uns immer noch Kiomboi, das kleine Krankenhaus mitten im Busch, 2 Stunden „rough road“ von der nächsten Stadt entfernt und 2 Tage von Dar-es-Salaam.

 

Die Straßen in Afrika nicht immer ganz einfach

 

„Kleines Krankenhaus“ in Anführungszeichen – immerhin 1500 Geburten, Einzugsgebiet des Krankenhauses 200 000 Menschen.

Zurück nach Deutschland wollten wir mit dem Auto fahren – im Sudan hatte es schon angefangen zu regnen.

 

Also setzten wir mit dem Schiff von Mombasa nach Bombay über um dann über Pakistan, Afghanistan, Iran, Türkei, Griechenland, Jugoslawien nach Hause zu fahren. In einem Landrover – es heißt pro Fahrstunde braucht man eine Stunde Wartung. Stimmt!

Den Rest meiner Facharztausbildung habe ich dann am Krankenhaus Kirchheim unter Chefarzt Dr. R. Pleil gemacht, dem ich viel verdanke. Aus dieser Zeit habe ich immer noch gute Kontakte zu dem Klinikum Kirchheim-Nürtingen.

1981 bin ich dann mit meiner Frau nach Malawi gereist und habe die Frauenabteilung am drittgrößten Krankenhaus des Landes, dem Zomba General Hospital, übernommen. Der Einzugsbereich des Krankenhauses war sehr groß, über eine Million Einwohner, 2 Krankenhäuser und etliche Gesundsheitszentren haben an dieses Krankenhaus überwiesen. Damit hatte wir eine sehr große Geburtenzahl (3600 / Jahr) mit mehr als 25 % pathologischen Entbindungen, unter anderem mehr als 500 Kaiserschnitte pro Jahr.

Der Marktplatz in Zomba, Malawi (rechts unten übrigens meine 3 Kinder

Obwohl die Tätigkeit am Krankenhaus äußerst interessant war, entschloss ich mich auf Grund meiner Erfahrung doch, mich vermehrt um die Basisgesundheitsdienste zu kümmern. Seit 1985 habe ich deshalb traditionelle Hebammen und Dorfgesundheitshelfer ausgebaut, Toiletten- und Brunnenbau gefördert, die Bevölkerung durch Musik und Theaterdarstellung zur Lösung ihrer Gesundheitsprobleme motiviert und mobilisiert.

Insgesamt habe ich 9 Jahre in Afrika gearbeitet, eine Zeit, die ich nicht missen möchte und die mich geprägt hat. Eine der großen Erfahrungen war es auch, 9 Jahre Ausländer zu sein.

Nach unser Rückkehr aus Afrika habe ich mich zunächst fast 3 Jahre um Haushalt und Kinder gekümmert; meine Frau hat in dieser Zeit den Facharzt für Chirurgie gemacht. Einige Jahre „Hausmannerfahrung“ würde ich jedem Frauenarzt gönnen wollen – Kochen, Wäschewaschen, Hausaufgaben, Elternabende ..

Nebenbei habe ich dann als freiberuflicher Experte noch für die Entwicklungshilfe gearbeitet mit Einsätzen in Kamerun, Namibia und Malawi.

Am 2.1.1991 habe ich meine Frauenarztpraxis in der Oberen Grabenstraße 5 in Weilheim eröffnet. Die Stadt Weilheim hat einen Einzugsbereich von ungefähr 12 000 Einwohnern, liegt sehr schön im ländlichen Raum am Fuss der schwäbischen Alb. Gefragt was denn der größte Unterschied zwischen einer „Landfrauenarztpraxis“ und der Tätigkeit als Frauenarzt an einem großen afrikanischen Krankenhaus ist, würde ich sagen: Die Nähe zu den Patientinnen, das überschaubare Klientel, der persönliche Kontakt zu den Patientinnen; mittlerweile betreue ich von einigen Familien ja drei Generationen. Natürlich vermisst man als Frauenarzt zunächst das operative Betätigungsfeld, auf der anderen Seite sind die Erfahrungen, die man gesammelt hat, von unschätzbarem Wert. An Mittwochnachmittagen führe ich auch noch kleine operative Eingriffe durch; die Patientinnen werden von mir jedoch für diese Eingriffe streng selektiert – bei unkalkulierbaren Risiken lasse ich ambulante Eingriffe lieber an einem der umliegenden Krankenhäuser durchführen.

Einen Teil meiner Ferien verwende ich immer noch für Einsätze in Entwicklungsländern. Ich bin immer noch Mitglied der AGEG-Arbeitsgemeinschaft entwicklungspolitischer Gutachter in Kirchheim.

 

Die Ölfelder in Aserbaitschan

In den letzten Jahren war ich in Aserbaidschan und Kirgistan tätig, allein in Kirgistan im Laufe der letzten 7 Jahre dreizehn Mal.

Meine Nachfolgerin Oksana Nedavina-Cadjenovic habe ich in Kirgistan kennengelernt

 

 

Solche entwicklungspolitischen Einsätze sind sehr interessant und verhelfen einem zu tieferen Einblicken.

 

Für Krankenhaus und Op-Wäsche musste jedes der26 Krankenhäuser eine guteWaschmaschine bekommen.

 

 

Nach der Rückkehr aus einem Land wie Kirgistan kommen einem doch manche Gesundheitsprobleme in einem Land wie Deutschland relativ klein vor.

 

Jedes Krankenhaus hat moderne und leicht zu pflegede Kreissaalbetten bekommn - seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion fanden keine Investitionen mehr statt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sie haben gemerkt: Ich bin aus Überzeugung Arzt; es ist ein schöner Beruf. Diesen Beruf gut auszuüben, die Kooperation zwischen den Kollegen zu stärken und ärztliche Belange öffentlich darzustellen, ist mir wichtig. 

Seit Jahren treffe ich mich regelmäßig mit meinen Frauenarztkollegen in einem Qualitätszirkel. Wir haben untereinander ein sehr gutes Verhältnis entwickelt, das durch die Bereitschaft zur fachlichen und persönlichen Hilfestellung und nicht durch Konkurrenzdenken geprägt ist.