Vorteile des Stillens für das Kind
Welche Vorteile hat das Stillen?
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Stillen ist auch für den Aufbau |
Da das Immunsystem des Säuglings noch nicht vollständig entwickelt ist und erst im Laufe der Zeit durch die Kontakte mit der Umwelt stabilisiert wird, kann es mit der Muttermilch Antikörper gegen Erreger direkt aufnehmen. Die Mutter gibt sowohl Antikörper aus früheren Krankheiten (Masern, Windpocken usw.) als auch aus aktuellen Infekten (z.B. Erkältungen) weiter. Das Kind wird auf diese Weise gut gegen Infektionen geschützt.
Das Stillen hat für den Säugling viele Vorteile:
- Muttermilch ist fettreich und wasserhaltig. Somit werden Energie- und Wasserhaushalt gut unterstützt.
- Der Eiweißgehalt der Muttermilch fördert das Wachstum und ist leichter verdaulich als beispielsweise Kuhmilch.
- Omega-3-Fettsäure verhindert die Ablagerung von Cholesterin.
- Sialinsäure ist wichtig für die Hirnentwicklung, verschiedene Aminosäuren für die Entwicklung des Nervensystems.
- Fettsäuren, wie beispielsweise Linolsäure, und Kohlenhydrate begünstigen die Darmflora und bauen Infektionsschutz auf.
- Laktoferrin erhöht ebenfalls den Infektionsschutz und verbessert die Aufnahme des Eisens aus der Muttermilch.
- Stillen beugt Allergien vor, wenn mindestens vier Monate ohne Beifüttern gestillt wird.
- Gestillte Kinder erkranken seltener an Neurodermitis, Asthma, Infektionen des Magen-Darm-Traktes, der Luftwege, der Harnwege und des Mittelohrs.
- Gestillte Kinder haben ein geringeres Risiko in ihrem Leben einen Herzinfarkt zu erleiden, an Morbus Crohn, malignen Lymphomen oder Diabetes Typ-1 zu erkranken.
- Die Gaumen- und Kieferentwicklung wird positiv beeinflusst, spätere Fehlstellungen sind geringer. Kopf- und Halsmuskulatur werden gekräftigt.
- Amerikanische Studien belegen, dass gestillte Kinder weniger Verhaltensauffälligkeiten und Lernschwierigkeiten zeigen.
- Wissenschaftler haben die Vermutung angestellt, dass Stillen Kinder für ihr ganzes Leben stressresistenter machen kann.
- Stillen führt zu einer normalen Gewichtsentwicklung und beugt späterem Übergewicht vor.
Neugeborene tendieren in den ersten Lebenstagen zu einem Anstieg der Bilirubinwerte, was im schlimmsten Fall zu einem Ikterus, einer Gelbsucht, führen kann. Hauptgrund hierfür ist, dass die Leber noch nicht ihre volle Funktion als Entgiftungsorgan aufgenommen hat. Obwohl die Werte bei gestillten Kindern tendenziell höher liegen und ein Ikterus länger dauert als bei Nichtgestillten - ohne den Grund hierfür bisher vollständig erklären zu können - wird dieses Phänomen von den Fachleuten nicht als Argument gegen das Stillen gesehen. Eine Neugeborenengelbsucht kann heute gut erkannt und behandelt werden.
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