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Ultraschall


Die Sonografie (Ultraschalluntersuchung) macht sich die unterschiedliche Ausbreitung von Schallwellen im menschlichen Körper zu nutze und dient zur bildlichen Darstellung verschiedenster Körperregionen. Häufig ist sie die erste Wahl bei der Diagnosestellung, weil sie nicht nur für den Patienten risikolos und schmerzfrei ist, sondern auch kostengünstig und schnell durchgeführt werden kann. Allerdings braucht der Arzt einiges an Übung und Erfahrung.

Mit Hilfe eines Schallkopfes schickt der Arzt Schallwellen durch das zu untersuchende Gewebe. Diese werden von den Grenzschichten in unterschiedlichem Maße reflektiert, vom Schallkopf wieder aufgefangen und elektronisch zu einem Bild verarbeitet. Die zweidimensionale Aufnahme vermittelt dem Arzt eine räumliche Vorstellung des untersuchten Bereiches. Aussagekräftige Bilder kann er auf einem Ausdruck festhalten oder digital speichern. Der Arzt kann das gewünschte Organ oder Gewebe aus verschiedenen Richtungen einsehen, indem er den Schallkopf auf der Haut hin und her bewegt und unterschiedlich abwinkelt. Mittels Gel auf dem Schallkopf verhindert er, dass die Ultraschallwellen durch etwaige Luft zwischen Schallkopf und Haut vollständig reflektiert werden, was eine Aufnahme stören würde.

Mit der Sonografie können, unter anderem, folgende Organe untersucht werden:

  1. Bauchraum mit Leber, Gallenblase, Milz, Bauchspeicheldrüse, Nieren, Lymphknoten auf Tumore, Zysten und Steinleiden, Geschlechtsorgane (Gebärmutter, Eierstöcke)

  2. Schilddrüse auf Vergrößerung oder Verkleinerung, Zysten und Tumore

  3. Herz (Echokardiografie)

  4. Gelenke auf Gelenkergüsse

  5. Gefäße an Beinen oder im Halsbereich auf Verengungen oder Verschlüsse

  6. Brust (Brustultraschall oder Mammasonografie)

Stabförmige Ultraschallsonden, die in die Scheide oder den Mastdarm eingeführt werden können, ermöglichen dem Arzt eine bessere Beurteilung von Gebärmutter und Eierstöcken oder Prostata.

In der Schwangerschaft kontrolliert der Arzt mittels Ultraschall wie sich das Kind entwickelt und ob Fehlbildungen vorliegen. Routinemäßig sind drei Untersuchungen vorgesehen.

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