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Syphilis

Therapie


Medikamentöse Behandlung

Treponema pallidum ist sehr empfindlich gegen das Antibiotikum Penicillin und kann daher mit allen erhältlichen Penicillinpräparaten gut behandelt werden. Resistente, also gegen das Antibiotikum unempfindliche Stämme gibt es noch nicht. Die meisten Ärzte empfehlen, vorbeugend auch Sexualpartner zu untersuchen und Penicillin zu verabreichen, da eine Ansteckung durch oder eine Übertragung auf den Partner wahrscheinlich ist.

Im ersten Jahr nach der Ansteckung sollte Penicillin mindestens 2 Wochen lang, später mindestens 3 Wochen lang eingenommen werden. Für eine erfolgreiche Behandlung ist es sehr wichtig, währenddessen ausreichend hohe Penicillin-Konzentrationen im Blut zu erreichen. Deshalb werden häufig Medikamente verabreicht, die Penicillin verzögert über einen langen Zeitraum freisetzen. Erwachsene Patienten erhalten täglich eine feste Penicillin-Dosis, bei Säuglingen und Kindern wird die Menge verringert. In späteren Stadien der Syphilis kann Kortison mitverabreicht werden, um die Entzündungsreaktionen zu mildern.

Zur Kontrolle wird bei einer Primären Syphilis das Blut des Patienten 3, 6, 12 und 24 Monate nach der Behandlung auf Krankheitserreger getestet. Bei einer Tertiären Syphilis wird das Blut nach 3, 6 und 12 Monaten und dann halbjährlich so lange überprüft, bis keine Erreger mehr nachweisbar sind. Bei einer Neurosyphilis muss zusätzlich die Hirn-Rückenmarksflüssigkeit untersucht werden.

 

Komplikationen

Als Reaktion auf Giftstoffe, die beim Absterben der Krankheitserreger entstehen, kommt es bei jedem 2. Patienten 2 bis 8 Stunden nach Behandlungsbeginn zu grippeartigen Krankheitszeichen (Jarisch-Herxheimer-Reaktion). Darüber hinaus können sich vorhandene oder vorher nicht sichtbare Hautveränderungen verschlimmern.

 

Kontrolle

Nach 2-wöchiger Penicillin-Behandlung kommt es so gut wie nie zu Rückfällen. Trotzdem sollten Patienten über 2 Jahre hinweg regelmäßig untersucht werden.

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