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Sexuell übertragbare Krankheiten (STDs)

Welche Geschlechtskrankheiten gibt es?


Sexuell übertragbare Krankheiten (STDs)Krankheiten, die beim Geschlechtsverkehr übertragen werden, bezeichnen Mediziner als „sexually transmitted diseases" (STDs) oder Geschlechtskrankheiten. Sie sind oftmals sehr ansteckend und führen zu Infektionen, die ernst zu nehmende Folgen haben können - bei AIDS können sie bis zum Tod führen. Die meisten Erreger können bei genitalem, oralem und analem Verkehr übertragen werden, bei manchen genügen auch andere körperliche Kontakte wie Küssen oder das bloße Berühren infizierter Geschlechtsteile. Die Gefährdung besteht unabhängig von Sexualpraktiken wie homosexuellem Verkehr für alle Paare. Besonders betroffen sind Menschen mit häufig wechselnden Geschlechtspartnern.

Keinesfalls harmlos!

Syphilis, AIDS und Hepatitis B gelten als die gefährlichsten sexuell übertragbaren Krankheiten. Eine unbehandelte Syphilis kann eine Demenz, Psychose, Schlaganfall oder eine fortschreitende Lähmung zur Folge haben. Bei der Aidserkrankung treten nach einer mehrjährigen Inkubationszeit Krankheiten auf, mit denen das geschwächte Immunsystem nicht mehr fertig wird. Trotz verbesserter Behandlungsmethoden führt Aids auch heute noch zum Tode. Hepatitis B ist eine Viruserkrankung der Leber, die von Entzündungen bis hin zu einer Leberzirrhose führen kann. In der Mehrzahl der Fälle kann die Erkrankung geheilt werden, etwa 10% der Betroffenen erkranken jedoch chronisch und können Lebertumore oder ein Organversagen entwickeln. An Hepatitis B sterben jährlich mehr Menschen als an allen anderen sexuell übertragbaren Erkrankungen zusammen.

Die Ursache von Geschlechtskrankheiten sind Bakterien, Viren oder Pilze, die vor allem durch den Schleimhautkontakt im Genitalbereich übertragen werden. Die Symptome der Geschlechtskrankheiten hängen vom jeweiligen Erreger ab. Es kommt vor allem zu Erkrankungen des Genitalbereichs, besonders häufig auch zu Symptomen der Haut und Schleimhaut. Vor allem bei unbehandelten Patienten können sich Komplikationen und Spätfolgen entwickeln. Bakteriell verursachte Geschlechtskrankheiten lassen sich durch Antibiotika behandeln.

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