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Sexuell übertragbare Krankheiten (STDs)

Filzlausbefall (Phthirus pubis)


SchambereichDie Filzlaus lebt vorwiegend im Schamhaar oder anderen behaarten Körperstellen und ernährt sich als Parasit von menschlichem Blut. Ihr Speichel verursacht einen Juckreiz und führt zur Rötung der betroffenen Hautstellen. Weibliche Läuse legen während ihrer dreiwöchigen Fortpflanzungszeit 20 bis 30 Eier (Nissen), die sie mit einer Klebsubstanz am Haarschaft befestigen. Nach sechs bis neun Tagen schlüpfen daraus kleine Läuse, die nach mehreren Häutungen ihre endgültige Größe erreicht haben und geschlechtsreif werden.

Filzläuse werden beim Sexualkontakt übertragen, manchmal auch über die Bettwäsche, Decken oder Matratzen. Eine Filzlaus kann ohne ihren Wirt nur 24 Stunden überleben. Die Symptome des Filzlausbefalls sind Kratzspuren im Schamhaarbereich, Nissen und so genannte "Rostflecken" in der Wäsche, die von den Exkrementen der Läuse oder kleinen Hautverletzungen stammen. Seltener treten bläuliche Hautverfärbungen durch Einblutungen und sekundäre Infektionen auf.

Betroffene können den Befall mit speziellen Shampoos wie Lindanemulsionen selbst behandeln. Essigwasser kann zur Vorbereitung der eigentlichen Behandlung eingesetzt werden. Da sich Lindan nicht für kleine Kinder, Schwangere und Patienten mit Hauterkrankungen eignet, werden alternativ auch Permethrin, Mesulfen, Goldgeist oder Malathion eingesetzt. Daneben sollte auch die verwendete Bettwäsche und Kleidung heiß gewaschen werden. Die Behandlung erfolgt über mehrere Tage und wird nach einer Woche wiederholt. Auch der Partner sollte darin mit einbezogen werden, um einen erneuten Befall auszuschließen.

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