Schwangerschaftsdauer & Geburtstermin
Wann ist der Schwangerschaftstermin?
Je nachdem, ob man vom Zeitpunkt des Zyklusbeginn oder vom Zeitpunkt der Empfängnis (Konzeption) an rechnet, ergibt sich eine mittlere Schwangerschaftsdauer von 280-282 bzw. 266-267 Tagen, bzw. 40 vollendeten Wochen, bzw. 10 Lunarmonate. Der Zyklus beginnt rechnerisch mit dem ersten Tag der letzten Regelblutung.
Die Empfängnis ist der Zeitpunkt, zu dem der männliche Samen die Eizelle befruchtet. Dazu muss das Ei befruchtungsfähig sein und der Samen durch zuvor erfolgten Geschlechtsverkehr in die Nähe des Eis gelangen. Der Eisprung findet ungefähr um die Mitte des Zyklus herum statt. Will man den Zeitpunkt genau benennen, müsste man 12-16 Tage vom Beginn der Periodenblutung zurückrechnen. Dies kann jedoch nur im Nachhinein erfolgen, d. h. für die direkte Bestimmung des Eisprungs im aktuellen Zyklus ist die Methode nicht geeignet. Wird der Zeitpunkt des Eisprungs und die Dauer eines Zyklus über mehrere Monate beobachtet, können so jedoch recht verlässliche Erfahrungswerte entstehen. Einem normalen Zyklus liegen im Durchschnitt 28 Tage zugrunde, aber auch bis zu 35 Tage sind keine Seltenheit.
Ist die Befruchtung erfolgt, kann man - ausgehend von dem ersten Tag der letzten Menstruation (Berechnung nach Naegele, s.u.) - den voraussichtlichen Geburtstermin berechnen.
Am gebräuchlichsten ist die Bestimmung des Geburtstermins nach der Naegele-Regel:
- Tag der letzten Monatsblutung minus 3 Monate plus 7 Tage (falls notwendig plusminus die Anzahl der Tage, die der Zyklus vom 28tägigen Rhythmus abweicht) plus 1 Jahr
z. B. Der 1. Tag der letzten Menstruation war der 20.09.2006, die Zykluslänge beträgt 32 Tage (also 4 Tage länger als „normal"):
20.09.2006 - 3 Monate = 20.06.2006
20.06.2006 + 7 Tage = 27.06.2006
27.06.2006 + 4 Tage (Abweichung von 28 Tagen Zyklusdauer) = 01.07.2006
01.07.2006 + 1 Jahr = 01.07.2007 (voraussichtlicher Geburtstermin)
Die Rechnung setzt voraus, dass die Frau weiß, wann ihre letzte Regelblutung war und ein regelmäßiger Zyklus vorliegt.
Es kann auch nach der so genannten Konzeptionsmethode gerechnet werden, wenn der Termin der Empfängnis bekannt ist:
- Konzeptionstermin minus 3 Monate minus 7 Tage plus 1 Jahr
In der Praxis stehen so genannte Schwangerschaftskalender (Gravidarien) zur Verfügung, auf denen der Zeitpunkt der letzten Regelblutung (respektive der Konzeptionstermin) eingestellt werden kann und der Geburtstermin automatisch angezeigt wird.
Bedenken Sie jedoch: Der errechnete Geburtstermin stellt nur einen Anhaltspunkt dar. Nur etwa 4% aller Schwangerschaften enden wirklich am errechneten Termin! Auch bei einem regelmäßigen Zyklus vor der Empfängnis und genauer Kenntnis des letzten Menstruationstermins wird der überwiegende Teil der Kinder (88%) mit einem Versatz von plusminus 14 Tagen um den errechneten Termin herum geboren. Eine Abweichung von plusminus 10,8 bis 12,7 Tagen gilt für reifgeborene Kinder als normal. Diese Schwankung ist bei Berechnung nach der Konzeptionsmethode mit plusminus 7,6 Tagen etwas geringer.
Nach der abgeschlossenen 37. Schwangerschaftswoche geborene Kinder gelten nicht mehr als Frühgeburt. Kommt das Baby zwei Wochen nach dem errechneten Termin, gilt das als rechnerische "Übertragung".
Im Fokus
Masern-, Grippe-, Keuchhusten-Impfung: Neue Impfempfehlungen der STIKO!
|
Tipps zum Reisen in der Schwangerschaft
|
Tipps für die Intimrasur
|
Schwanger ab 35
|
"Frauenkrankheiten" von A bis Z
|
Infos zum Stillen
|
Zellauffälligkeiten am Gebärmutterhals
|
Sexualität - Das erste Mal
|
Pille vergessen - und jetzt?
|
Ärzte im Netz twittert
|





Die Ständige Impf- kommission (STIKO) hat neue Impf- empfehlungen an die aktuelle Infektionssituation angepasst.
Urlaub unter Umständen: Welcher Zeitraum ist am besten geeignet, welche Reiseziele und Verkehrsmittel bieten sich an und was sollte unbedingt bedacht werden?
Einige Dinge sollten bei der Intimrasur beachtet werden, um das Risiko von Verletzungen und Hautreizungen zu verringern.
Je später eine Schwanger- schaft geplant wird, desto wichtiger ist die körperliche Gesundheit der Frauen und ihr Lebensstil.
Die typischen Frauen- krankheiten betreffen die weiblichen Geschlechtsorgane und hängen meist stark mit dem Hormonhaushalt zusammen ...
Obwohl die Natur das Stillen vorgesehen hat, ist das Gelingen keineswegs selbstverständlich. Hier finden Mütter zahlreiche Tipps und Ratgschläge rund um das Thema.
Was bedeutet der Pap-Befund und wie geht es bei Auffälligkeiten beim Abstrich weiter?
Offene Gespräche und eine gemein- same Vorbereitung sind für ein gelungenes „erstes Mal" wichtig.
Wurde die planmäßige Einnahme der Pille versäumt, sollte die fehlende Tablette am besten sofort nachgenommen werden. Ob zusätzlich verhütet werden muss erfahren Sie hier.
Verfolgen Sie alle aktuellen News von Ärzte im Netz auf Twitter...