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Pränatale Diagnostik

Chorionzottenbiopsie


Die Chorionzottenbiopsie ist zu einem früheren Zeitpunkt in der Schwangerschaft (11. bis 13. SSW) möglich als die Amniozentese, dafür unsicherer im Befund. Sie hat den Nachweis einiger genetisch bedingter Besonderheiten des Kindes (u.a. Trisomie 21 / Down-Syndrom, Trisomie 13 / Pätau-Syndrom, Trisomie 18 / Edwards-Syndrom und Trisomie 8) sowie bestimmter Stoffwechselerkrankungen zum Ziel.

Der Arzt gewinnt entweder über eine dünne Kanüle durch die Bauchdecke hindurch Zellen aus der Anlage des späteren Mutterkuchens oder alternativ über einen dünnen Kunststoffschlauch durch Scheide und Gebärmutterhals. Die 20 bis 30 Milligramm große Probe wird im Labor auf Chromosomenschäden untersucht. Meist wird der Arzt bei einem unklaren Befund zur Amniozentese raten.

 

Das Risiko einer Fehlgeburt ist mit 1 bis 2% etwas höher als bei einer Fruchtwasseruntersuchung (Amniozentese). Als mögliche Komplikationen können leichte Blutungen und sehr selten auch Infektionen auftreten. Nach dem Eingriff sollte sich die Schwangere ein paar Tage schonen.

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