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Pille

Wirkmechanismus


Die Wirkung der Mikropille beruht auf einem kleinen aber feinen Eingriff in den Hormonzyklus der Frau.

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Normalerweise wird der Menstruationszyklus von den Hormonen GnRH (Gonadotropin-Releasing-Hormon), FSH (Follikel-stimulierendes Hormon), LH (Luteinisierendes Hormon), Östrogen und Progesteron gesteuert. Diese Botenstoffe sorgen dafür, dass - ausgehend von Informationen aus dem Hypothalamus und der Hypophyse im Gehirn - im Eierstock ein Eibläschen (Follikel) heranreift, welches etwa in der Mitte des Zyklus zum Eisprung gelangt. Die Östrogene und das Progesteron werden vor allem in den Eierstöcken gebildet und regeln durch die Höhe ihrer Konzentration im Blut den Ablauf vor Ort, also die Eireifung im Eierstock, den Eisprung, den Auf- und Abbau der Gebärmutterschleimhaut und die Konsistenz des Zervixschleims am Muttermund.

 

 

 

 

 

 

 

 

Im Falle einer Schwangerschaft wird mehr Östrogen produziert, was der Reifung einer neuen Eizelle entgegenwirkt. Das ebenfalls während der Schwangerschaft gebildetet Gelbkörperhormon Progesteron verhindert weitere Eisprünge. Progesteron ist das natürliche Gestagen. Es hat darüber hinaus während der Schwangerschaft weitere schützende Einflüsse auf die sich entwickende Frucht. Sie verdicken den Schleim, der den Gebärmuttermund (Cervix uteri) verschließt, damit dieser Keime, aber auch für weitere Spermien undurchlässig wird. Es führt zur Erhöhung der Körpertemperatur um etwa 0,5 Grad Celsius, um die optimale Brutwärme zu schaffen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Östrogene und Gestagene sind auch in der Pille enthalten. Hierfür werden sie aber künstlich hergestellt. Durch die enthaltenen Konzentrationen unterdrücken sie, wie bei einer Schwangerschaft, die Eireifung im Eierstock und verhindern den Eisprung. Zusätzlich beeinflussen die Hormone der Pille den Zervixschleim, der dann während des gesamten Zyklus den Muttermund verschließt, so dass beim Geschlechtsverkehr keine Spermien in die Gebärmutter gelangen. Der dritte Wirkort der Pille ist die Gebärmutterschleimhaut. Unter dem Einfluss der Pillenhormone wird die Gebärmutterschleimhaut, das Endometrium, nicht so stark aufgebaut. Sollte also doch einmal der unwahrscheinliche Fall eintreten, dass ein Eisprung stattfindet und Spermien den Gebärmutterhals passieren, könnte sich eine befruchtete Eizelle nicht in der Gebärmutter einnisten.

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