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Temperaturmethode


Die Basaltemperaturmethode beruht auf der Beobachtung, dass die Körpertemperatur etwa zwei Tage nach dem Eisprung messbar ansteigt und bis zum Beginn der Regelblutung erhöht bleibt. Dieser Temperaturanstieg hängt mit der Wirkung des Hormons Progesteron (Gelbkörperhormon) zusammen, das auf das Regelungszentrum für die Körpertemperatur im Hypothalamus einwirkt. Mit der Temperaturmethode kann im Nachhinein festgestellt werden, ob ein Eisprung erfolgt ist.

Zur Messung ist ein Thermometer erforderlich, das mindestens zwei Nachkommastellen aufweist, da die Temperaturerhöhung sich lediglich im Bereich einiger Zehntel (0,3-0,5) Grad bewegt. Ob ein digitales Thermometer, ein Quecksilberthermometer oder ein Zykluscomputer verwendet wird, spielt dabei keine Rolle. Gemessen wird im Mund (oral) unter der Zunge, in der Scheide (vaginal) oder im Enddarm (rektal), jedoch immer an derselben Stelle. Die Messung unter dem Arm ist wegen ihrer Ungenauigkeit nicht geeignet. Außerdem wird ein Zykluskalender  benötigt, in den die täglich gemessenen Werte eingetragen werden und so der Temperaturverlauf kontrolliert werden kann.

Zu beachten ist, dass stets zur selben Uhrzeit gemessen wird und zwar kurz nach dem Aufwachen, aber vor dem Verlassen des Bettes. Der Messung sollten mindestens 5 Stunden Schlaf vorausgegangen sein. Allerdings kann die Körpertemperatur durch Alkoholgenuss am Vorabend, durch Medikamenteneinnahme oder durch Erkältungskrankheiten beeinflusst werden.

Treppenförmiger TemperaturanstiegEin Temperaturanstieg ist dann erfolgt, wenn drei aufeinander folgende Messwerte um mindestens 0,2 Grad Celsius höher liegen als der höchste Wert der vorangegangen sechs Tage. Liegt bei der Messung einer der drei Werte tiefer, muss der vierte Wert abgewartet werden. Ab dem dritten Tag nach diesem Temperaturanstieg ist die Frau nicht mehr fruchtbar. Bei einem langsameren oder treppenförmigen Anstieg beginnt die unfruchtbare Zeit erst ab dem 5. Tag.

Langsamer TemperaturanstiegBleibt die Temperatur nicht über mindestens zehn Tage erhöht, kann dies auf eine Gelbkörperschwäche hindeuten, die den Eintritt einer Schwangerschaft verhindern oder erschweren kann.

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