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Natürliche Familienplanung

Rötzer-Methode / Symptothermale Methode


Die symptothermale Methode basiert auf der Kombination von zwei oder mehr Körperzeichen zur Bestimmung der fruchtbaren Tage im Zyklus und ist nach ihrem Erfinder Josef Rötzer benannt. Anhand von Temperaturanstieg, der Veränderung des Zervixschleims und an der Lage und Festigkeit von Gebärmutterhals und Muttermund kann eine Frau den Wechsel ihrer Fruchtbarkeit erkennen.

Zur Untersuchung des Muttermundes - der Verbindung zwischen Gebärmutterhals und Scheide - führt die Frau ein oder zwei Finger in die Vagina ein. Direkt nach der Menstruation ist der Gebärmutterhals geschlossen und hart. Er fühlt sich in etwa an wie die Nasenspitze und ragt tief in die Scheide hinein. Rückt der Eisprung näher, wird er weicher (wie die Lippe), öffnet sich leicht und verlagert sich bei manchen Frauen höher in die Scheide - dann kann es hilfreich sein, zur Untersuchung ein Bein auf einen Stuhl zu stellen. Nach dem Eisprung schließt er sich wieder, wird hart und steht wieder tiefer - die unfruchtbaren Tage beginnen nach drei Tagen mit geschlossenem, harten Muttermund.

Temperatur-, Schleim- und Muttermundbeobachtung werden zunächst unabhängig voneinander ausgewertet und die Ergebnisse anschließend in einem speziellen Zykluskalender kombiniert. Auch Besonderheiten, wie ein Ziehen in der Brust oder einen Schmerz während des Eisprungs werden vermerkt. Je nachdem welches Körperzeichen eher eintritt, sind die fruchtbaren Tage vorbei, wenn über drei Tage eine erhöhte Temperatur gemessen wurde oder nachdem der Gebärmutterschleim seine klare und spinnbare Konsistenz wieder verliert.

Das Ende der fruchtbaren Tage lässt sich mittels der symptothermalen Methode sicherer bestimmen als ihr Beginn. Das Funktionieren der Methode setzt einen gleichförmigen Tagesablauf voraus. Infekte, Veränderungen der Aufwachzeit, Alkohol, Medikamente oder körperliche und seelische Belastungen können den Zyklus beeinflussen und die Bestimmung der fruchtbaren Tage erschweren.

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