Frauenärzte im Netz

Eierstockzyste

Therapie


Die meisten funktionellen Zysten bilden sich von alleine zurück. Wird bei der Untersuchung vom Frauenarzt eine Zyste entdeckt, die (noch) keine Beschwerden verursacht, sollte auf jeden Fall bis zur nächsten Regelblutung abgewartet und anschließend erneut kontrolliert werden. Sollte die Zyste nach ein bis zwei Monaten noch vorhanden sein, kann nochmals dieselbe Zeit abgewartet werden. Auch eine Hormontherapie kommt zu diesem Zeitpunkt in Frage.

Hormontherapie

Besteht die Zyste weiter oder verursacht sie Beschwerden, erfolgt eine hormonelle Therapie. Dabei wird das Gelbkörperhormon Progesteron (oder ein synthetisch erzeugtes Gestagen, das eine stärkere Wirkung besitzt) als Tablette oder in Form einer gestagenbetonten Pille eingesetzt. Die Gestageneinnahme erfolgt nur in der zweiten Zyklushälfte, manchmal über einen Zeitraum von mehreren Monaten.

Operation

Eine Operation wird notwendig, wenn

  • eine große Eierstockzyste sich auch nach einer Hormontherapie nicht zurückbildet,
  • es sich um komplizierte Zysten (Dermoidzysten), große Endometriosezysten handelt,
  • der Wert des Tumormarkers CA 125 erhöht ist,
  • der Verdacht auf einen bösartigen Tumor besteht oder
  • sich eine Patientin mit einer neuen Zyste in der Postmenopause befindet.

Bei der Bauchspiegelung (Laparoskopie) dringt der Arzt über einen kleinen Schnitt unterhalb des Bauchnabels mit einem Endoskop in das Innere des Bauchraumes ein. Bei Verdacht auf einen bösartigen Eierstocktumor muss dieser vollkommen und möglichst intakt entfernt werden. Um Tumorzellen nicht in den Bauchraum zu verschleppen, wird ein reißfester Bergesack verwendet, der den Tumor fest umschließt. Gegebenenfalls ist ein Bauchschnitt erforderlich sowie eine Bauchhöhlenspülung. Während der Operation muss über eine Gewebeuntersuchung abgeklärt werden, ob es sich um einen bösartigen Tumor (Karzinom) handelt.

Eine Operation per Bauchschnitt (Laparotomie) ist erforderlich, wenn:

  • starke Blutungen auftreten,
  • unübersichtliche Verwachsungen (Gefahr der Organverletzung) vorliegen,
  • Organe, z. B. der Darm, die Blase oder der Harnleiter, verletzt sind, oder
  • die feingewebliche Untersuchung (Histologie) auf einen bösartigen Tumor hinweist.

Um das Wiederauftreten von Zysten zu verhindern, wird anschließend, z.B. bei der Endometriose, eine Hormontherapie durchgeführt.

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