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Dopplerultraschall

Das Prinzip des Dopplerverfahrens


Bei der Sonografie nutzt der Arzt die Tatsache, dass sich Ultraschallwellen im Körper unterschiedlich ausbreiten. Je nach Gewebe werden die Schallwellen mehr oder weniger stark gestreut bzw. reflektiert und ergeben so ein Bild des untersuchten Organs. Die Dopplersonografie beruht nun auf einem besonderen physikalischen Effekt, dem Dopplereffekt: Bewegen sich Sender und Empfänger einer Schallwelle aufeinander zu oder voneinander weg, kommt es zu einer Frequenzverschiebung. In Doppleraufnahmen werden demnach Bewegungen (z. B. von Körperflüssigkeiten) sichtbar. Üblicherweise werden Bewegungen auf den Schallkopf zu mit der Farbe Rot und solche vom Schallkopf weg mit der Farbe Blau überlagert (Farbdoppler).

Bei der Dopplersonografie gibt es zwei Verfahren:

  1. Continuous Wave - der Schallkopf arbeitet gleichzeitig als Sender und Empfänger; er kann relative hohe Geschwindigkeiten aufzeichnen.
  2. Pulsed Wave - der Schallkopf arbeitet abwechselnd als Sender und als Empfänger

Die Vorteile der Ultraschalldiagnostik liegen auf der Hand: Der Arzt erhält ohne operativen Eingriff einen Einblick ins Innere des Patienten. Die Untersuchung ist für letzteren ohne großes Risiko, schmerz- und strahlungsfrei. Da Ultraschallgeräte in der Anschaffung und im Betrieb verhältnismäßig preiswert sind, verfügen viele Arztpraxen über diese Methode. Die richtige Handhabung der Geräte und vor allem die Interpretation der Bilder sind jedoch alles andere als einfach. Deshalb braucht der Anwender viel Erfahrung und Übung, um anhand der Ultraschallbilder eindeutige und sichere Diagnosen stellen zu können.

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