3. Schwangerschaftsdrittel
Entwicklungen der Mutter
Das dritte Trimenon reicht von der 28. bis zur 40. Woche und endet mit der Geburt. Dieses Trimenon ist für die Schwangere meist das beschwerlichste. Die anderen Organe im Bauchraum werden durch den wachsenden Platzbedarf des Kindes (und folglich der Gebärmutter) langsam eingeengt bzw. verdrängt. Darauf lassen sich typische Schwangerschaftsbeschwerden wie Sodbrennen, Verstopfung (Obstipation), Kurzatmigkeit (eingeengtes Zwerchfell) oder der vermehrte Harndrang trotz geringer Urinmenge (Pollakisurie) zurückführen.
Das Schwangerschaftshormon Progesteron bewirkt ein Lockern des Bandapparates, was auch die Wirbelsäule stärker belastet. Dies kann Rückenschmerzen auslösen.
Das Kind macht nun häufig mit Bewegungen auf sich aufmerksam. Bei heftigen Kindsbewegungen in der Nacht, kann die Mutter unter Umständen nicht mehr durchschlafen, was zur Müdigkeit während des Tages und leider nicht zum Wohlbefinden beiträgt.
Das Kind nimmt die so genannte Fetusstellung (angezogene Beine, verschränkte Arme und eingedrehter Kopf) ein.
Für eine normale Geburt sollte das Kind mit dem Kopf nach unten in der Gebärmutter liegen (Längslage oder Schädellage). Hierfür muss das Kind sich drehen, da es zum Beginn der Schwangerschaft mit dem Kopf nach oben zeigt. Manche Kinder (3%) drehen sich jedoch nicht, sondern bleiben in der so genannten Beckenendlage.
Problematisch ist dabei, dass die Nabelschnur bei der Beckenendlage durch den dann nachfolgenden Kopf zusammengepresst werden kann. Das Gehirn des Kindes bekommt dadurch für einen längeren Zeitraum nicht genügend Sauerstoff. Auf Grund der Unterversorgung mit Sauerstoff sind Schädigungen des Gehirns zu befürchten. Dreht sich das Kind nicht von selbst in die richtige Position kann man versuchen, die Drehung in der 37. Schwangerschaftswoche von außen vorzunehmen. Voraussetzung dafür ist, dass genug Fruchtwasser vorhanden ist. Dabei wird das Ungeborene in die vordere Schädellage gedreht; man nennt das äußere Windung oder Drehung. Gelingt dies nicht, ist eine Entbindung durch Kaiserschnitt beim ersten Kind die Regel.
Von Zeit zu Zeit können bereits Vorwehen auftreten. Sie sind meist noch nicht wirklich schmerzhaft, aber bereits recht unangenehm. Bei Einsetzen der richtigen Wehen löst sich der Schleimpfropf im Gebärmutterhals und die Geburt geht los.





