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05.05.2009

Rechtzeitiger Rauchstopp während Schwangerschaft reduziert Risiken erheblich

Geben Frauen das Rauchen bis zum Beginn des zweiten Schwangerschaftsdrittels auf, verringern sie ihr Risiko für Schwangerschaftskomplikationen auf das von Müttern, die nicht rauchten. „Ein Rauch-Stopp vor der 15. Schwangerschaftswoche senkt die Rate von Frühgeburten und zu kleinen Babys auf die von Nicht-Raucherinnen", erklärt Dr. Klaus König, Vize-Präsident des Berufsverbandes der Frauenärzte (BVF), und beruft sich dabei auf eine neuseeländische Untersuchung um Professor Lesley McCowan von der University of Auckland, die im British Medical Journal veröffentlicht wurde. „Diese erfreulichen Ergebnisse sollten alle Schwangeren motivieren, möglichst bald mit dem Rauchen aufzuhören, um Ihrem Ungeborenen die Chance zu geben, potentielle Entwicklungsverzögerungen der Frühschwangerschaft wieder aufzuholen", kommentiert der niedergelassene Gynäkologe. „Die Studienergebnisse sollte jedoch nicht so verstanden werden, sich bis zum Beginn des zweiten Schwangerschaftsdrittels mit der Nikotin-Abstinenz Zeit zu lassen. "

Um die Frühgeburten-Rate und mögliche Unterentwicklung der Babys von Raucherinnen mit der von Nicht-Raucherinnen zu vergleichen, untersuchten die Wissenschaftler die Schwangerschaft von 2.504 erstgebärenden Frauen. 80% der Studienteilnehmerinnen rauchten nicht, 10% gaben das Rauchen im Verlauf der Schwangerschaft auf und 10% der Frauen rauchten auch während sie ihr Kind im Bauch austrugen. Von den Frauen, die den Nikotin-Konsum einstellten, taten dies 51% vor der 6. Schwangerschaftswoche, 43% zwischen der 6. und der 12. Woche und 6% nach der 12. aber vor der 15. Schwangerschaftswoche.

Die Auswertung ergab, dass die Rate an Frühgeburten mit 4% bei Ex-Raucherinnen und Nicht-Raucherinnen identisch war. Ebenso verhielt es sich hinsichtlich der Rate an untergewichtigen Babys, die in beiden Gruppen bei 10% lag. Demgegenüber hatten die rauchenden Schwangeren mit 10% eine höhere Rate an Frühgeburten und auch ihre Babys waren mit einer Rate von 17% häufiger für das Schwangerschaftsalter zu klein.

„Durch den rechtzeitigen Verzicht auf Nikotin in der Schwangerschaft lassen sich der Studie zufolge negative Folgen für das Ungeborene weitestgehend vermeiden - zumindest hinsichtlich des Risikos für Frühgeburten und körperlicher Unterentwicklung des Babys", berichtet Dr. König. „Es ist übrigens eine weit verbreitete Fehleinschätzung, dass das Kind unter einem plötzlichen Rauchstopp der Mutter leiden könnte. Spontanes Abstellen des Nikotinkonsums hat beim Ungeborenen keinerlei Entzugserscheinungen zur Folge. Ab dem Zeitpunkt, an dem Mütter das Rauchen einstellen, entlasten sie Ihren Körper und tun Ihrem Baby Gutes."



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