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25.10.2006

Bei Rückenschmerzen können auch gynäkologische Erkrankungen die Ursache sein

Rückenschmerzen müssen ihre Ursache nicht immer am Rücken haben. In zehn bis 20 Prozent der Fälle können auch verschiedene Erkrankungen der weiblichen Geschlechtsorgane dahinter stecken. Darauf weist der Berufsverband der Frauenärzte (BVF) aus München hin. Besonders wenn die Schmerzen im Bereich der Lendenwirbelsäule und des Kreuzbeins auftreten, oder sich wie ein Gürtel um Kreuzbein, die Leistengegend und die vordere Bauchwand legen, können gynäkologische Ursachen vorliegen. „Solche Beschwerden müssen von einem Frauenarzt unbedingt abgeklärt werden, da schwere Erkrankungen, wie eine Eileiterentzündung oder verschiedene Tumore dahinter stecken können", sagt der niedergelassene Frauenarzt aus Mainz Dr. Werner Harlfinger.

Etwa 40 bis 80 Prozent der Frauen zwischen 30 und 60 Jahren haben gelegentlich oder andauernd Rückenschmerzen. Haben die Schmerzen ihren Ausgangspunkt nicht am Stütz- und Bewegungsapparat, sondern an den weiblichen Geschlechtsorganen, kommen meist noch weitere Beschwerden hinzu. Häufig sind Schmerzen im Unterleib, beim Geschlechtsverkehr, beim Stuhlgang oder Wasserlassen. Ebenfalls typisch ist, dass sich der Schmerz, zum Beispiel bei körperlicher Belastung, nicht oder nur unwesentlich verändert. „Gynäkologische Erkrankungen, welche Rückenschmerzen verursachen, betreffen keineswegs nur ältere Frauen. Gerade die Gebärmuttertumore, die so genannten Myome, oder Endometriose treten schon ab etwa 30 Jahren auf", erklärt Harlfinger. Rechtzeitig erkannt, können die meisten frauenheilkundlichen Erkrankungen, welche Rückenschmerzen verursachen, gut behandelt oder geheilt werden. „Eine regelmäßige Untersuchung beim Frauenarzt ist daher jeder Frau zu empfehlen", so der Gynäkologe weiter.


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