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17.05.2011 HPV-Impfung kann fruchtbare Frauen von Operationen am Gebärmutterhals bewahren
Schutzwirkung der HPV-Impfung stärker als angenommenNach aktuellen Studiendaten ist die Impfung wesentlich effektiver als angenommen wurde. Die HPV-Impfung ist gegen die beiden Verursacher von Gebärmutterhals gerichtet, die am häufigsten an der Krebsentstehung beteiligt sind und rund 70% der HPV-bedingten Erkrankungen verursachen. „Nun zeigten Studien, dass Mädchen, die zum Zeitpunkt der Impfung noch nicht mit HPV infiziert sind, zu 93% Prozent vor Krebsvorstufen durch HP-Viren geschützt sind. Diese erweiterte Schutzwirkung ist dadurch zu erklären, dass bestimmte HP-Viren strukturell ähnlich aufgebaut sind, weswegen sich der Impfschutz erfreulicherweise zu einem Teil auch auf diese Typen erstreckt", ergänzt der Direktor der Kliniken und Polikliniken für Frauenheilkunde und Geburtshilfe in München-Grosshadern und Innenstadt. Die Impfung ist sicher und verträglichFür eine vollständige Immunisierung sind drei Impfdosen notwendig, die im Zeitraum eines halben Jahres verabreicht werden. Als unerwünschte Reaktionen nach der Impfung können Fieber, Juckreiz, Schmerzen, Rötungen, Schwellungen und Blutungen an der Einstichstelle am Oberarm vorkommen. Leichte und schwere unerwünschte Nebenwirkungen entsprechen denen, bereits etablierter Impfstoffe, die seit Jahren vom Robert Roch-Institut als Standard-Impfungen bei Jugendlichen empfohlen werden. „Ab dem Zeitpunkt der Einführung der Impfung, wurden die Todesfälle bei Mädchen und Frauen im Alter zwischen 15 und 25 Jahren genau überwacht. Seitdem kam es zu keinem Anstieg dieser Ereignisse", berichtet Prof. Friese. Aufklärung über Impfung wichtigAm wirkungsvollsten ist die Impfung vor dem ersten Geschlechtsverkehr, da sich Mädchen theoretisch bereits beim «ersten Mal» anstecken können. Aus medizinischer Sicht kann jedoch jeder Frau, die sexuell aktiv ist, zu einer Impfung geraten werden. „Wir Frauenärzte können nur empfehlen, dass sich die Mütter von jungen Mädchen und auch Jugendliche selbst, über die Risiken von HPV-Infektionen und die Chancen einer rechtzeitigen, kostenfreien Impfung aufklären. Das kann beispielsweise in der Mädchensprechstunde erfolgen, die von vielen Frauenärzten angeboten wird, doch auch die normale gynäkologische Sprechstunde kann dazu genutzt werden", ergänzt Dr. Christian Albring, Präsident des Berufsverbandes der Frauenärzte (BVF) in München. „Weil die Impfung nicht gegen alle gefährlichen HPV-Typen gerichtet ist, bleibt die jährliche Untersuchung zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs trotz Impfung weiterhin empfohlen." Humane Papillomviren werden in der Regel beim Sexualkontakt über die infizierte Hautoberfläche übertragen. Sie können chronische, symptomlose Infektionen hervorrufen aus denen sich Jahre später über Krebsvorstufen eine Krebserkrankung entwickelt. Die Pressemeldung ist mit Quellenangabe zur Veröffentlichung freigegeben. Weitere Meldungen zum Thema:
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