Häufige Fragen
Alkohol
Alkohol sollte in der Schwangerschaft überhaupt nicht zu sich genommen werden, da er Hauptursache für Fehlbildungen ist. Ein Gläschen bei besonderen Festen sollte die absolute Ausnahme sein.
Klar ist, dass viel und regelmäßiger Alkoholmissbrauch der Entwicklung des Kindes nicht zuträglich sind. Diese Kinder werden statistisch gesehen mit einem geringeren Geburtsgewicht und zu einem verfrühten Zeitpunkt geboren (was zu einem Startnachteil führt). Bei starkem Alkoholkonsum in der frühen Schwangerschaft können sich Fehlbildungen und Entwicklungsverzögerungen am Kind zeigen. Wird im späteren Schwangerschaftsverlauf hochprozentiges in großen Mengen getrunken, kann es zu Hirnreifungsstörung kommen.
Wurde in den ersten vier Wochen viel Alkohol getrunken (evtl. ohne Wissen um die Schwangerschaft) oder haben Sie auf Grund anderer Verhaltensweisen (versehentliche Röntgenaufnahme oder wenn die „Pille danach" versagt hat) später Angst, es könnte eine Schädigung eingetreten sein, sollten Sie Folgendes wissen:
Die ersten Wochen der Schwangerschaft verlaufen nach dem Alles-oder-nichts-Prinzip, das heißt entweder ist die Störung gravierend und es kommt zu einem Abort (Fehlgeburt). Oder die Störung ist nicht letal und geschädigte Zellen können noch ohne Funktionsverlust durch andere Zellen im embryonalen Zellverband ersetzt werden. Der Embryo kann sich dann ganz normal weiterentwickeln. Das liegt daran, dass die Zellen in diesem Stadium noch nicht auf ihre spätere Funktion festgelegt sind, man nennt das Omnipotenz. In der weiteren Entwicklung differenzieren sich die Zellen aus und legen sich somit fest. Dadurch verlieren sie ihre Omnipotenz; nun können Ausfälle von Zellen nicht mehr so einfach durch andere Zellen übernommen werden. In diesem Fall würde es tatsächlich zu Fehlbildungen oder Störungen kommen.
In der Phase der Organbildung (ab der 5. bis zur 12. Woche) und -ausreifung ist die Frucht (der Embryo) am empfindlichsten gegen Störungen von außen.





