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Ernährung

Radikalfänger


Sauerstoff, unverzichtbar zum Überleben, hat einen entscheidenden Nachteil: Im Zuge seiner Verbrennung im Stoffwechsel entstehen so genannte Oxidationsstoffe mit verheerenden Wirkungen. Die gefährlichsten unter ihnen sind die so genannten freien, also ungebundenen Radikale. Sie besitzen ein ungepaartes Elektron, welches ein energetisch äußerst ungünstiger Zustand ist. Daher sind freie Radikale hochreaktiv und besonders bindungsfreudig. Sie suchen nach einem neuen Partnermolekül, greifen bestehende Verbindungen an, setzen dadurch gesundes Gewebe unter oxidativen Stress. Oft hinterlässt ihr Reaktionspartner dann wiederum ein ungebundenes Radikal. Freie Radikale lösen also vielfach eine Kettenreaktion aus, erzeugen fortwährend neue zerstörerische Moleküle, die den Körper angreifen. Sie schädigen die Zellen - jede wird täglich im Schnitt 10.000mal von freien Radikalen bombardiert. Weiterhin greifen sie genetisches Material und Spermien an, verursachen zahllose Erkrankungen und sind maßgeblich am Alterungsprozess beteiligt.

Im Laufe der Evolution haben sich Schutzschilder gegen den oxidativen Stress entwickelt: die Antioxidanzien. Leicht oxidierbare Stoffe, die freien Sauerstoff leicht an sich binden und auf diese Weise vor der Oxidation schützen können. Antioxidanzien verhindern somit die Entstehung freier Radikale und werden deshalb auch Radikalfänger genannt. Je mehr Antioxidanzien dem Körper im Kampf gegen die freien Radikale zur Verfügung stehen, desto besser ist der Schutz unserer Gesundheit und desto einfacher hat es das Immunsystem.

Nun verfügt unser Körper selbst über diese Schutztrupps, die antioxidativen Enzyme. Der Schutz dieser Enyzme allein ist jedoch nicht ausreichend. Deshalb sollten Sie die Widersacher der freien Radikale von außen zuführen. Über die Nahrung: Eine an antioxidativen Stoffen reiche Ernährung kann freie Radikale wirksam bekämpfen, oxidativen Stress und die Palette seiner fataler Folgen erheblich eindämmen. Die wirksamsten Radikalfänger sind die Vitamine C und E sowie Beta-Karotin - das Triumvirat wider die freien Radikale. Weiterhin gut sind Selen, Zink, Coenzym Q 10 sowie sekundäre Pflanzenstoffe.

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