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2. Schwangerschaftsdrittel

Entwicklung des Fetus


Zu Beginn der 13. SSW sind alle Organe ausgebildet und müssen nun noch an Größe zunehmen und zu ihrer vollen Funktionsfähigkeit gelangen. Der Fetus trägt bereits jetzt menschliche Züge (Gesichtsmerkmale). Langsam beginnen sich die Proportionen anzupassen - der Kopf wächst nicht mehr so schnell, wie der restliche Körper. Ab der 14. SSW sind die äußeren Geschlechtsorgane unterscheidbar. In der 15. bis 18. Woche verstärken sich die Knochen. Dazu wird ausreichend Kalzium benötigt. Auch die Lungen entwickeln sich weiter - der Fetus „atmet" das Fruchtwasser ein und aus. Er kann nun hören, da sich die bislang knorpeligen Gehörknöchelchen verknöchern. Ab der 17. Woche können Frauen, die schon ein Kind geboren haben, vielleicht erste Kindsbewegungen wahrnehmen.

In der 19. bis 22. Woche beginnt das Wachstum des Kopfhaares und es werden die Zahnleisten für die Milchzähne angelegt. Die Haut verliert ihre Durchsichtigkeit. Es kommt zur Ausbildung der Lungenbläschen. Kindliche Leber und Milz beginnen mit der Produktion von weißen Blutkörperchen. Der Fetus ist bisher noch sehr dünn, aber schon sehr aktiv. Die eintretende Bewegungsfähigkeit wird nun auch für die Mutter bemerkbar; sie spürt die ersten Kindsbewegungen. Nun übernimmt der Embryo die Produktion des Fruchtwassers. Gegen Ende der 22. Woche ist das Baby ungefähr 500g schwer und 19cm lang.

In der 23. und 24. SSW beginnt der Fetus mit der Produktion der weißen Blutkörperchen. Er lagert nun vermehrt Fett ein, was sich an der Zunahme des Gewichts und der Größe zeigt (ca. 600g, 22cm). Das Innenohr ist komplett ausgebildet, so dass das Ungeborene hören kann und auch auf Geräusche und Bewegungen von außen regiert. Die Bewegungen und Tritte des Babys sind schon sehr kräftig.

Ab der 24. Woche kann sich beim Kind ein Schlaf-Wach-Rhythmus einstellen. Der Fetus beginnt, seine Augen zu öffnen. Die Lunge ist ab etwa der 25. bis 27. Woche nahezu ausgebildet. Es bedarf jedoch noch bestimmter biochemischer Stoffe (Surfactants), um die volle Lungenreife zu erlangen.

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