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Was ist Unfruchtbarkeit?

Mediziner sprechen von einer primären Sterilität, wenn eine Frau trotz ungeschütztem Geschlechtsverkehr noch nie schwanger geworden ist oder ein Mann noch nie ein Kind gezeugt hat. Eine sekundäre Sterilität liegt dagegen vor, wenn nach einer früheren Schwangerschaft keine weitere zustande kommt. Der Begriff der Infertilität wird häufig synonym verwendet. Er beschreibt jedoch die Problematik einer schwangeren Frau, kein lebensfähiges Kind auszutragen zu können. Mehrmalige Fehlgeburten deuten auf eine Infertilität hin.

Wenn empfängnisverhütende Mittel nicht mehr angewendet werden, dauert es bei vielen Paaren ein halbes oder ein ganzes Jahr bis eine Schwangerschaft eintritt. Weltweit hat jedes sechste Paar Schwierigkeiten, innerhalb der ersten 12 Monate ein Kind zu zeugen. Dies ist zunächst kein Grund zur Beunruhigung. Erst wenn nach zwei Jahren mit regelmäßigem, ungeschütztem Geschlechtsverkehr keine erwünschte Schwangerschaft eintritt, spricht man von einer „sterilen Partnerschaft“.

In diesem Fall sollte zunächst bei einem gemeinsamen Termin der behandelnde Frauenarzt aufgesucht werden. Dieser kann das Paar dann gegebenenfalls an ein reproduktionsmedizinisches Zentrum verweisen.

Die heutige Medizin ist in der Lage, verschiedenste Ursachen für eine ungewollte Kinderlosigkeit zu erkennen und bietet vielfältige Möglichkeiten einer Sterilitätsbehandlung - eine Erfolgsgarantie gibt es jedoch nicht. Auch wird nicht in jedem Fall ein klarer Grund für die Unfruchtbarkeit entdeckt. Trotz der verbesserten Möglichkeiten der modernen Medizin kann der Kinderwunsch auch nach mehreren Behandlungsversuchen unerfüllt bleiben. Paare, die eine Sterilitätsbehandlung erwägen, sollten sich im Vorfeld genau über die Erfolgschancen und Risiken informieren. Aufgrund der seelischen Belastung kann eine begleitende psychologische Beratung sehr hilfreich sein.

Es ist ein Stück weit möglich, durch einen gesunden Lebensstil schädliche Einflüsse auf die eigene Fruchtbarkeit zu vermeiden. Dazu gehört vor allem ein bewusster Umgang mit Alkohol und der Verzicht auf Nikotin oder anderen Drogen. Daneben sollte ein Paar bemüht sein, über seelische Belastungen oder Probleme in der Paarbeziehung offen zu sprechen und gemeinsam an der Lösung zu arbeiten. Gegenseitiges Vertrauen und ein gesunder Lebensstil sind die besten Voraussetzungen für die Erfüllung eines gemeinsamen Kinderwunsches.

Autor/Autoren: äin-red

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