Syphilis: Untersuchungsmethoden

Mikroskopisch

Die Erkrankung lässt sich eindeutig über das Vorhandensein des Erregers Treponema pallidum nachweisen. Vor allem aus der Flüssigkeit der Hautgeschwüre bei einer Primären Syphilis lassen sich Erreger in großer Menge gewinnen und mithilfe eines speziellen Mikroskopierverfahrens (Dunkelfeldmikroskopie) untersuchen.

Blutuntersuchung

Blutuntersuchungen stellen das Standardverfahren in der Syphilisdiagnostik dar. Unmittelbar nachdem die ersten Bakterien in die Blutbahn eingedrungen sind, bildet das Immunsystem des menschlichen Körpers Abwehrstoffe gegen die Erreger (Antikörper).

Wenn sich aus einer initialen Blutuntersuchung der Verdacht auf eine Syphilisinfektion ergibt, folgen eine Syphilis-Ausschlussdiagnostik sowie ein Syphilis-Bestätigungstest.

Der Treponema-pallidum-Hämagglutinations-Test (TPHA) oder Treponema pallidum-Partikelagglutinationstest (TPPA) weisen die Erreger ab der 2./3.  Woche bis viele Jahre nach der Ansteckung nach. Verlaufen sie negativ, liegt mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit keine Syphilis vor und es sind keine weiteren Untersuchungen notwendig. Bei fortbestehendem klinischem Verdacht auf eine Syphilis sind Wiederholungsuntersuchungen über 8-10 Wochen notwendig. In 1 bis 2% der Fälle ergibt der Test ein positives Ergebnis, obwohl der Patient eigentlich keine Syphilis hat. Als Bestätigungstest wird deshalb der Fluoreszenz-Treponema-Antikörper-Test (FTA) hinzugezogen. Auch er erkennt fast ausschließlich Treponema pallidum und reagiert ab der 3. Woche positiv auf den Erreger, auch wenn die Ansteckung schon Jahre zurückliegt.

Wenn der Such- und Bestätigungstest positiv ausfallen gilt eine Treponemen-Infektion aus serologischer Sicht als gesichert. Es schließen sich jetzt spezielle Laboruntersuchungen an, um die Krankheitsaktivität zu beurteilen und die Behandlungsbedürftigkeit zu klären. Als Verlaufstest zur Beurteilung der Krankheitsaktivität eignet sich z.B. der Cardiolipin-Mikroflockungstest (VDRL-Test). Er ist nicht sehr spezifisch, d. h. er kann auch bei anderen Erkrankungen positiv reagieren. Dafür liefert er aber wichtige Informationen über den Verlauf der Erkrankung.

Gewebeuntersuchung

Zum Nachweis einer Syphilis müssen nur selten Gewebeproben aus einem Primäraffekt entnommen und untersucht werden, um andere Erkrankungen sicher auszuschließen.

Autor/Autoren: äin-red

Fachliche Unterstützung: Dr. med. Michael Bolz

Letzte Bearbeitung: 11.12.2018

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