Syphilis: Prävention

Risikoreicher, ungeschützter Geschlechtsverkehr mit häufig wechselnden Partnern stellt den größten Risikofaktor für eine Übertragung der Syphilis dar. Die Vermeidung ungeschützter und damit riskanter Sexualpraktiken bietet daher den besten Schutz vor einer Ansteckung. Kondome sollten immer dann benutzt werden, wenn eine Erkrankung des Sexualpartners nicht sicher ausgeschlossen werden kann. Außerdem sollten Gegenstände und Materialien, die mit dem Blut oder den infektiösen Hautausschlägen eines Patienten im frühen Stadium in Berührung gekommen sind, nicht weiter benutzt werden (z. B. Spritzen, Handtücher, Verbandsmaterial).

Schwangerschaft

In der Schwangerschaft wird entsprechend der Mutterschaftsrichtlinien im ersten Schwangerschaftsdrittel, in der Regel bei Feststellung der Schwangerschaft, bei allen Schwangeren ein Syphilis-Suchtest veranlasst. Diese Maßnahme dient der rechtzeitigen Erkennung und ggf. Therapie einer infizierten Schwangeren, um eine Syphilis connata zu vermeiden.

Blutkonserven

Eine Übertragung der Erreger durch Blutkonserven ist durch die sorgfältige Auswahl der Spender und die anschließende Analyse des gespendeten Blutes in Deutschland nahezu ausgeschlossen.

Kontaktpersonen und Angehörige

Ein Patient mit einer nachgewiesenen Primären oder Sekundären Syphilis darf keinen ungeschützten Geschlechtsverkehr ausüben. Besondere Desinfektions- oder Isolierungsmaßnahmen sind bei üblichen sozialen Kontakten jedoch nicht nötig. Patienten mit Tertiärer Syphilis sind trotz schwerwiegender Krankheitserscheinungen nicht mehr infektiös und können die Erreger nicht übertragen.
Alle Sexualpartner des Betroffenen sollten mitberaten, untersucht und gegebenenfalls behandelt werden. Bei einer Primären Syphilis sollten dies die Partner der letzten 3 Monate sein, bei sekundärer oder früh latenter Syphilis sollten alle Partner der vergangenen 2 Jahre berücksichtigt werden. Darüber hinaus wird empfohlen, Sexualpartner von Patienten mit einer frühen Syphilis vorsorglich mit Penicillin zu behandeln, auch wenn sie noch keine Krankheitszeichen aufweisen.

Angehörigen von Risikogruppen, z. B. homosexuellen Männern mit häufig wechselnden Geschlechtspartnern, wird geraten (CDC 2002), sich regelmäßig vorsorglich untersuchen zu lassen.

Quellen


Autor/Autoren: äin-red

Fachliche Unterstützung: Dr. med. Michael Bolz

Letzte Bearbeitung: 11.12.2018

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