Scheidenpilz / Candida-Infektionen / Vaginalmykose / Vaginalpilz: Ursachen

Zum Ausbruch von Scheidenpilz kommt es, wenn das biologische Gleichgewicht der Scheidenflora gestört wird. Auslöser von Scheidenpilz ist meist die Hefepilz-Unterart Candida albicans.

Hefepilze finden im warmen, feuchten Milieu der Scheide und im Umfeld der Laktobazillen-Flora gute Lebensbedingungen vor. Das Vorhandensein der Hefen führt jedoch nicht zwangsläufig zu Beschwerden. Zu einem krankhaften Pilzbefall der Scheide und der Vulva kommt es in der Regel erst bei Frauen, deren Immunsystem geschwächt ist bzw. die eine Vorerkrankung oder bestimmte Umstände aufweisen, die eine Infektion begünstigen.

Faktoren, die eine Pilzinfektion der Scheide begünstigen sind:

  1. Einnahme von Antibiotika, Kortikoiden oder Chemotherapeutika (Zytostatika),
  2. Stress (begünstig auch wiederkehrende Pilzerkrankungen),
  3. andere Grunderkrankungen wie Diabetes mellitus oder die Immunschwächekrankeit (AIDS)
  4. übertriebene Intimhygiene
  5. Störungen im Hormonhaushalt (z.B. Über- oder Unterfunktion der Schilddrüse, Morbus Cushing
  6. Hormonschwankungen (z.B. durch Einnahme von Antiandrogenen, Gestagenen)
  7. Schwangerschaft (bei der Niederkunft sind über 30% der unbehandelten Frauen in der Scheide besiedelt)

Der Pilz findet dadurch günstigere Bedingungen vor, um sich auszubreiten - es kommt zur Vermehrung.

Autor/Autoren: äin-red

Fachliche Unterstützung: Prof. Werner Mendling

Letzte Bearbeitung: 08.05.2018

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