Röteln in der Schwangerschaft: Übertragung / Ansteckung

Röteln sind weniger ansteckend als Masern, Windpocken oder Keuchhusten. Die Übertragung des Rötelnvirus erfolgt durch Tröpfchen. Die Zeit von der Ansteckung bis zum Auftreten des Ausschlags (Exanthem) beträgt 14 bis 21 Tage (Inkubationszeit). Patienten mit Röteln sind 7 Tage vor dem Auftreten des Ausschlags bis 7 Tage danach ansteckend. Die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung ist bei Kontakt innerhalb der Familie am höchsten.
Das Virus befällt zuerst die Schleimhäute der oberen Luftwege und die dort vorkommenden Lymphknoten. Es verbreitet sich anschließend über das Blut im ganzen Körper (Virämie) und kann über die Plazenta das ungeborene Kind infizieren.

Auch Säuglinge, die sich im Mutterleib infiziert haben, sind ansteckend. Sie scheiden das Virus über Wochen bis Monate im Speichel und Urin aus und stellen eine mögliche Ansteckungsquelle für Schwangere dar.

Quellen

Autor/Autoren: Enders / äin-red

Fachliche Unterstützung: Prof. Dr. Gisela Enders / Priv.-Doz. Martin Enders

Letzte Bearbeitung: 12.07.2018

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