Ringelröteln in der Schwangerschaft: Therapie & Prävention
Spezifische Medikamente gegen Parvovirus B19 stehen nicht zur Verfügung. Bei schwerer Erkrankung des ungeborenen Kindes (Anämie, Hydrops fetalis) besteht die Möglichkeit einer intrauterinen Bluttransfusion.
Vorbeugung
Es gibt keinen Impfstoff gegen Parvovirus B19. Schwangere, die noch nie Ringelröteln durchgemacht haben, sind nicht immun. Sie können sich nur schlecht vor einer Ansteckung schützen, da Personen mit Ringelröteln bereits 1 bis 2 Wochen vor dem Auftreten von Symptomen ansteckend sind. Häufig haben Infizierte auch keine Krankheitszeichen.
In Berufen mit erhöhtem Ansteckungsrisiko (z. B. im Kindergarten) wird in den meisten Bundesländern empfohlen, angestellte Schwangere ohne Schutz vor Ringelröteln bis zur 20. Schwangerschaftswoche freizustellen.
Quelle
- AWMF-Leitlinie. Labordiagnostik schwangerschaftsrelevanter Virusinfektionen. AWMF-Registriernummer 093/001. https://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/093-001.html, abgerufen am 11.11.2024
- Beck R, Exler S, Enders M. Parvovirus B19-Infektion und Schwangerschaft. Epid Bull 2024; (24):3–7
- Enders M, Kagan KO. Infektionen in der Schwangerschaft und bei Geburt. In: Kaisenberg Cv, Klaritsch P, Hösli-Krais I, Hrsg. Die Geburtshilfe. 6.Auflage, Springer-Verlag Berlin, Heidelberg, 2024; 399–446
- Modrow S: Parvoviren. In: Medizinische Virologie; Grundlagen, Diagnostik, Prävention und Therapie viraler Erkrankungen. Herausgeber Doerr HW, Gerlich WH. Thieme Verlag Stuttgart, New York 2010; 611-620


