Ringelröteln in der Schwangerschaft: Diagnostisches Vorgehen

Möchte die Schwangere (ohne Verdachtsfall im Umfeld) wissen, ob sie bereits früher Ringelröteln durchgemacht hat und somit vor einer Infektion geschützt ist, werden Antikörper gegen Parvovirus B19 im Blut bestimmt. Diese Untersuchung ist nicht in der Mutterschaftsvorsorge enthalten, somit keine Kassenleistung und muss von der Schwangeren selbst bezahlt werden (sogenannte IGeL).

Wenn die Schwangere Kontakt hat (z.B. Ringelröteln im Kindergarten oder in der Grundschule) oder wenn Krankheitszeichen bestehen, die auf Ringelröteln hindeuten, werden Antikörper (Parvovirus B19 IgG und IgM) mit verschiedenen Testmethoden untersucht.

In manchen Fällen können weitere Untersuchungen notwendig sein. Wird eine akute Infektion mit Parvovirus B19 diagnostiziert, erfolgen regelmäßige Kontrollen mittels Ultraschall und Dopplerultraschall. Ergeben sich dabei Hinweise auf eine Blutarmut (Anämie) beim ungeborenen Kind, kann in einem spezialisierten Pränatalzentrum das Kind direkt im Mutterleib (intrauterin) eine Bluttransfusion erhalten.

Quellen

Autor/Autoren: Enders / äin-red

Fachliche Unterstützung: Prof. Dr. Gisela Enders / Priv.-Doz. Martin Enders

Letzte Bearbeitung: 12.07.2018

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