Ringelröteln in der Schwangerschaft: Was sind Ringelröteln?

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Bei den Ringelröteln handelt es sich um eine Infektionserkrankung, die durch das Parvovirus B19 hervorgerufen wird. Der Name „Ringelröteln“ beruht auf dem girlandenförmigen Ausschlag an Armen und Beinen. Die Infektion tritt gehäuft im Frühjahr bis zum Frühsommer auf. Ringelröteln gehören zu den klassischen „Kinderkrankheiten" wie Windpocken oder Masern, obwohl auch Erwachsene daran erkranken können. In Deutschland haben ca. 60–70% der Erwachsenen – in der Regel als Kinder oder Jugendliche – diese Infektion durchgemacht. Die Infektion hinterlässt einen lebenslangen Schutz. Etwa 30–40 % der Schwangeren sind nicht vor Ringelröteln geschützt. Während die Ringelröteln bei Kindern und Jugendlichen meist ohne größere Komplikationen verlaufen, kann eine Infektion mit dem Parvovirus B19 in der Schwangerschaft beim ungeborenen Kind zu Blutarmut (Anämie), Wasseransammlung in Haut und Gewebe (Hydrops fetalis) sowie zu Fehlgeburten und Totgeburten führen.

Ringelröteln sollten nicht mit Röteln verwechselt werden. Beides sind Kinderkrankheiten, die mit Ausschlag einhergehen. Das Risiko für schwere Schädigungen beim ungeborenen Kind ist bei Röteln in der Schwangerschaft aber deutlich höher als bei Ringelröteln.

Quellen

Autor/Autoren: Enders / äin-red

Fachliche Unterstützung: Prof. Dr. Gisela Enders / Priv.-Doz. Martin Enders

Letzte Bearbeitung: 12.07.2018

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