Myome: Ursachen

An der Entstehung von Myomen sind verschiedene Faktoren beteiligt - weibliche Hormone spielen eine zentrale Rolle

Die genaue Ursache der Entstehung eines Gebärmuttermyoms ist bislang noch unbekannt. Es wird jedoch ein genetischer Einfluss vermutet. So treten Myome bei Töchtern, deren Mütter Myom-Patientinnen waren, häufiger auf. Auch das vermehrte Auftreten bei Afrikanerinnen deutet auf einen genetischen Zusammenhang hin. Neben der genetischen Veranlagung haben weiter Faktoren einen Einfluss auf die Erkrankung. So können Adipositas, Bluthochdruck (Hypertonie) und Diabetes mellitus das Myom-Risiko erhöhen. Unklar ist bisher dagegen der Einfluss von Tabakkonsum, Vitamin D, Alkohol, Koffein oder Ernährung.

Ein Myom entwickelt sich meist in der Nähe eines Blutgefäßes aus einer Muskelzelle der Gebärmutter, welche die Fähigkeit besitzt, unter Stimulation der normalen, im Blut zyklisch zirkulierenden weiblichen Hormone Östrogen und Progesteron zu wachsen. Durch dieses Wachstum entsteht im Laufe der Zeit die Geschwulst. Im Myomgewebe ist die Anzahl der Andockstellen (Rezeptoren) für die weiblichen Geschlechtshormone Östrogen und Progesteron erhöht, wobei diejenigen für das Östrogen stark überwiegen und Myome häufig sogar in der Lage sind, selber Östrogene zu bilden. Dieser Überschuss scheint das übermäßige Wachstum auszulösen.

Man bezeichnet Myome auch als hormonabhängige Tumore, weil sie vor allem durch das weibliche Geschlechtshormon Östrogen sowie auch Gestagen stimuliert werden. Sie treten erst nach der Pubertät auf und bilden sich in der Regel nach der letzten Regelblutung (Menopause), mit der Veränderung des Hormonhaushaltes, mehr und mehr zurück. Frauen, die bis zu den Wechseljahren keine Myome hatten, können danach auch keine mehr bekommen.

Quellen

Autor/Autoren: äin-red

Fachliche Unterstützung: Prof. Dr. med. Peyman Hadji

Letzte Bearbeitung: 03.05.2018

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