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Herpes-Infektionen: Therapie

Die Therapie bei Herpeserkrankungen besteht darin, die Symptome, also das Brennen, Jucken und die Virusvermehrung in den Bläschen, zu vermindern. Geheilt werden kann man von Herpesviren nicht, da sie sich immer wieder in die Sicherheit der Nervenzellen zurückziehen können.

Die Therapie einer Herpesinfektion erfolgt mit Medikamenten, welche die Virusvermehrung verhindern (Virostatika). Sie können als Salbe, als Tabletten zum Einnehmen oder als Infusion angewendet werden.

Eine Infektion mit HSV 1 (an den Lippen) behandelt man bis die Bläschen verkrustet sind mit eine virustatischen Salbe. Eine genitale Herpesinfektion mit HSV2 behandelt man mit einem Virustatikum in Tablettenform. Bei sehr häufig wiederkehrenden Herpesinfektionen (über sechs Mal pro Jahr) kann eine prophylaktische Gabe von Tabletten über zwölf Monate erwägt werden.

Starke Schmerzen, die durch die Herpeserkrankung auftreten, können mit einem Schmerzmittel mit dem Wirkstoff Diclofenac gebessert werden. Manchmal lindern auch Salben die Schmerzen, welche die betroffene Stelle lokal betäuben.

Besonderheiten bei Schwangeren

Leidet eine Frau kurz vor und während der Geburt unter einer Herpeserkrankung, können die Viren beim Geburtsvorgang von der Mutter auf das Kind übertragen werden. Abhängig davon, wie ausgeprägt die Erkrankung ist und ob es sich um eine Primärinfektion oder ein Rezidiv handelt, muss die Mutter mit einem Virustatikum behandelt werden oder nicht. Es kann eine Kaiserschnittentbindung sinnvoll sein.

Besteht der Verdacht, dass das Neugeborene mit Herpesviren infiziert wurde, behandelt man es mit einem Virustatikum, um schwerwiegende Komplikationen, wie z. B. eine Gehirnentzündung, zu verhindern.

Autor/Autoren: äin-red

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