Gebärmutterhalskrebs / Zervixkarzinom: Diagnostik
Besteht der Verdacht auf Gebärmutterhalskrebs, werden verschiedene Untersuchungen notwendig, mit deren Hilfe geklärt werden soll, ob es sich tatsächlich um eine Krebserkrankung handelt. Gleichsam soll ermittelt werden, welche Tumorart vorliegt und wie weit die Erkrankung fortgeschritten ist. Wichtige Untersuchungsschritte zum Nachweis von Gebärmutterhalskrebs sind:
- Anamnese und körperliche Untersuchung mit einer Spiegeleinstellung (Speculum) und Tastuntersuchung sowie Abstrich-Entnahme (Pap-Test)
- Ultraschalluntersuchung über die Scheide
- Ausschabung der Schleimhaut des Gebärmutterhalses und des Gebärmutterkörpers (fraktionierte Abrasio)
- Gebärmutterspiegelung (Hysteroskopie) mit einer Gewebeentnahme (Biopsie)
Entscheidend zur Sicherung der Diagnose ist die feingewebliche (histologische) Untersuchung des Gewebes.
Wird eine Krebserkrankung festgestellt, schließen sich auch schon vor einer Operation weitere Untersuchungen an. Sie sollen klären, wie weit sich der Tumor bereits ausgebreitet hat, ob Lymphknoten befallen sind oder ob sich Tochtergeschwülste (Metastasen) in anderen Körperregionen gebildet haben.
Ausführliche Informationen zur Einteilung der Krankheitsstadien finden sie auf der Website des Krebsinformationsdienstes im Kapitel „Stadieneinteilung: Wie unterscheiden Fachleute die verschiedenen Krankheitsstadien?“ sowie in den Leitlinien zum Zervixkarzinom.
Quellen
- Petru, Jonat, Fink, Köchli, „Praxisbuch Gynäkologische Onkologie“, Springer Verlag (2005)
- Wacker, Sillem, Bastert, Beckmann, „Therapiehandbuch Gynäkologie und Geburtshilfe“, Springer Verlag (2007)
- Hillemanns, Dannecker, „Diagnostik der zervikalen intraepithelialen Neoplasie“, Tumorzentrum München (2004)
- S3-Leitlinie Diagnostik, Therapie und Nachsorge der Patientin mit Zervixkarzinom, September 2014


