Eisenmangelanämie: Diagnose und Untersuchung

Eine Eisenmangelanämie lässt sich mit typischen Laborbefunden gut nachweisen. Deutlich schwieriger kann die Lokalisation der in Frage kommenden Ursache sein.

Eine Eisenmangelanämie entwickelt sich sehr langsam, da erst die Eisenspeicher des Körpers aufgebraucht werden. Frauen haben im Allgemeinen einen kleineren Eisenspeicher als Männer und gleichzeitig einen erhöhten Blutverlust durch die Menstruation, so dass das Risiko für eine Eisenmangelanämie bei ihnen erhöht ist. Bei Frauen nach den Wechseljahren und Männern tritt die Eisenmangelanämie meist durch Blutverluste aus dem Magen-Darm- oder Genital-Trakt auf.

Anamnese

Die Abklärung des Eisenmangels geschieht durch eine ausführliche Befragung, unter anderem nach Blutverlusten und Beschwerden, sowie eine Blutuntersuchung. Liegt ein Eisenmangel oder eine Eisenmangelanämie vor, stellt der Arzt eine verminderte Anzahl roter Blutkörperchen (Hb) und eine Entleerung des Eisenspeichers (Ferritin) fest.

Untersuchungen

Schwieriger gestaltet sich oft die Abklärung der Ursache. Oftmals ist der Eisenmangel die Folge einer unausgewogenen Ernährung mit zu geringer Aufnahme eisenhaltiger Nahrungsmittel. Kann eine Mangelernährung ausgeschlossen werden, muss nach anderen Ursachen gesucht werden.

Um die häufigste Blutungsursache auszuschließen, wird der Stuhl untersucht. Daran sollte sich eine ausführliche Magen-Darm-Diagnostik mit einer Magen-Darm-Spiegelung und dabei erfolgenden Gewebeproben (Biopsien) anschließen. Auch die anderen Organsysteme, wie das Geschlechts- und das Harnwegssystem, müssen möglicherweise auf Blutungsquellen untersucht werden.

Eine Störung der Eisenaufnahme wird durch den so genannten Eisenresorptionstest festgestellt. Dieser ist aber erst sinnvoll, wenn trotz ausreichender Eisengabe keine Auffüllung des Eisenspeichers zu erzielen ist.

Autor/Autoren: äin-red

Fachliche Unterstützung: Dr. Anke Schüler

Letzte Bearbeitung: 24.05.2018

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