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Eileiterschwangerschaft: Krankheitsbild

Krankheitsanzeichen

Wie bei einer normalen Schwangerschaft können auch bei einer Eileiterschwangerschaft die bekannten Schwangerschaftszeichen auftreten: Ausbleiben der Periode, Brustspannen, morgendliche Übelkeit, Harndrang. Allerdings sind die Symptome meist weniger stark ausgeprägt. In der 6. bis 9. Schwangerschaftswoche treten dann die charakteristischen Symptome für eine Fehleinnistung auf: Bauchschmerzen oder Schmierblutungen nach einem etwa sechswöchigen Ausbleiben der Regelblutung. Meistens ist der Unterleibsschmerz auf der Seite der Eileiterschwangerschaft lokalisiert, selten auf der gegenüberliegenden. Der Unterleib reagiert in manchen Fällen bereits auf leichte Berührung mit Abwehrspannung und die Köpertemperatur kann leicht erhöht sein. In einigen Fällen treten auch Schmerzen in der Schulter auf. Sie werden durch Blutungen im Bauchraum und eine Reizung des Zwerchfellnervs ausgelöst.

Verlauf

Grundsätzlich kann eine Eileiterschwangerschaft in den ersten Wochen von völlig beschwerdefrei, über Unterleibsschmerzen bis hin zum Zerreißen des Eileiters mit massivem Blutverlust vonstattengehen. Entscheidend für den Verlauf ist dabei der Einnistungsort der befruchteten Eizelle. Viele Schwangerschaften gehen am falschen Ort aufgrund der ungünstigen räumlichen Verhältnisse und der unzureichenden Versorgung des Embryos mit Nährstoffen und Sauerstoff frühzeitig ein und bleiben unerkannt.
Bei einer Eileiterschwangerschaft in der geräumigen Ampulle kann sich die Schwangerschaft recht weit entwickeln. In der Regel kommt es jedoch zu einer Fehlgeburt. Dabei wird der Embryo nicht in die Gebärmutter, sondern durch das offene Ende des Eileiters in die Bauchhöhle ausgestoßen und dort abgebaut. Verbleibt die Schwangerschaft in der Ampulle hat sie in der 6. bis 9. Schwangerschaftswoche eine kritische Größe erreicht. Das Dehnen des Eileiters verursacht den charakteristischen einseitigen Unterleibsschmerz, und es treten infolge von Gefäßverletzungen die typischen Schmierblutungen auf.

Komplikationen

Zu lebensbedrohlichen Komplikationen kann es vor allem dann kommen, wenn sich die Schwangerschaft im engen (isthmischen) Teil des Eileiters entwickelt. Dieser Bereich der Tube ist weniger dehnungsfähig. Außerdem kann die Schwangerschaft dort nicht auf natürlichem Weg abgehen. Es besteht die Gefahr, dass der Eileiter zerreißt (Tubarruptur). Die einhergehenden massiven Blutungen können dann zum so genannten hämorrhagischen Schock, also einem durch den Blutverlust verursachten Kreislaufzusammenbruch, führen. Die Tubarruptur ist ein Notfall, der umgehend operativ behandelt werden muss.

Autor/Autoren: äin-red

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