Eierstockzyste: Welche Komplikationen sind möglich?

Generell sind Komplikationen in Zusammenhang mit der einfachen Ovarialzyste sehr selten. Plötzliche  äußerst stark einsetzende Schmerzen können auf eine solche hinweisen.

Platzen = Ruptur

Tritt meisten spontan ein. Abgesehen von möglicherweise kurzfristig starken Unterbauchschmerzen (ausgelöst durch den Austritt der Zystenflüssigkeit in den Bauchraum) ist dieser Vorgang ungefährlich und selbstlimitierend. In seltenen Fällen reißt ein Blutgefäß des Eierstockes so ein, dass eine Bauchspiegelung zur Blutstillung notwendig wird.

Stieldrehung = Drehung der Zyste um die eigene Achse

Die Drehung bedingt eine Strangulation der Blutgefäße. Es kommt zu einer Minderdurchblutung des betroffenen Eierstockes, was sehr starke Unterbauchschmerzen hervorruft. Auch hier ist eine zeitnahe Bauchspiegelung nötig um den Eierstock auszudrehen. Nur bei einer irreversiblen Schädigung muss dieser entfernt werden.

Zyste vs. bösartige zystische Veränderung

Die allermeisten zystischen Eierstockveränderungen sind gutartig. Allerdings können auch Tumore zystische Strukturen im Ultraschallbild aufweisen. Gerade bei komplexen Befunden kann die Einschätzung anspruchsvoll sein. Hierzu gibt es Empfehlungen einer internationalen Ultraschallexpertengruppe, der sogenannten IOTA (International Ovarian Tumor Analysis)-Group. Diese hat Ultraschallkriterien für die Unterscheidung gutartig vs bösartig definiert mit Hilfe derer eine individualisierte Risikoanalyse möglich ist.

Quellen

 

 

Autor/Autoren: Dr. Friederike Vogeler, Dr. Frank Ruhland

Letzte Bearbeitung: 22.06.2018

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