DCIS – duktales Carcinoma in situ (Krebsvorstufe)

Beim DCIS (duktales Carcinoma in situ) sind Epithelzellen, welche die Milchgänge der Brust auskleiden, krankhaft verändert. Ein DCIS ist oft mit Mikrokalk verbunden - diese kleinen Kalkablagerungen lassen sich in der Mammografie gut darstellen.

Bei einem duktalen Carcinoma in situ (DCIS) handelt es sich um einen Tumor, der eine Vorstufe zu einer Krebserkrankung (Präkanzerose) der Brustdrüse darstellt. In den Milchgängen der Brustdrüse liegen dann veränderte Zellen vor, die aber noch „am Ort verbleiben" (daher die Bezeichnung „in situ") und nicht oder noch nicht in umliegende Gewebe eindringen. Aus diesen Zellen kann sich aber mit einer höheren Wahrscheinlichkeit ein Mammakarzinom entwickeln, als aus normalen Zellen. Eine genaue Risikoabschätzung, dahingehend ist meist nicht möglich.

Ein DCIS hat viele Erscheinungsformen. Es wächst nicht unbedingt regelmäßig, sondern überspringt manchmal ganze Teilabschnitte der Milchgänge, um an anderer Stelle wieder weiter zu wachsen. Bei einem reinen DCIS handelt es sich um eine heilbare Erkrankung, allerdings dringt es manchmal bereits in umgebende Gewebe ein, was man als Übergang zu einem echten Brustkrebs verstehen kann.

Diagnostik

Ein DCIS wird meist aufgrund von Mikroverkalkungen entdeckt, die auf einer Röntgenaufnahme der Mammografie sichtbar sind. Duktale Carcinoma in situ sind häufig (70 bis 95%) mit Kalkablagerungen im Gewebe verbunden, sie bilden nur selten einen Knoten und sind deshalb praktisch nicht durch eine Tastuntersuchung zu entdecken.

Um eine bösartige Erkrankung auszuschließen, wird meist eine Gewebsentnahme (Biopsie) mit anschließender feingeweblicher (histologischer) Untersuchung durchgeführt. Manchmal wird ein DCIS auch als Zufallsbefund bei der Entfernung eines gutartigen Knotens entdeckt.
Seit Einführung des Mammografie-Screenings zur Krebsfrüherkennung hat sich die Anzahl der DCIS-Diagnosen um rund 20% erhöht.

Behandlung

Als Möglichkeiten der Behandlung stehen verschiedene Operationstechniken zur Verfügung, die sich am Krankheitsbild der Patientin - also der Größe der Geschwulst, dem Alter der Patientin und verschiedenen zellulären Eigenschaften des Gewebes - orientieren. Diese Möglichkeiten sind mit der operativen Therapie eines Mammakarzinoms vergleichbar. Es müssen allerdings - anders als bei den meisten Krebserkrankungen der Brust - keine Lymphknoten entfernt werden. Durch das Entfernen der Krebsvorstufe DCIS ist die Krankheit im Grunde geheilt.
In der Folge sollten Patientinnen aber in kürzeren Zeitabständen an Früherkennungsuntersuchungen teilnehmen - je nach Empfehlung des Arztes.

Quellen


Autor/Autoren: äin-red

Fachliche Unterstützung: Dr. Jakob Keilbach

Letzte Bearbeitung: 13.06.2018

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