Text wird derzeit aktualisiert!

Blasenentzündung: Krankheitsbild

Die häufigsten Anzeichen eines Harnwegsinfekts sind Brennen und Schmerzen beim Wasserlassen und starker, häufiger Harndrang bei meist nur geringen Urinmengen. Je nach Art des Erregers kann aber auch übel riechender, eitriger Ausfluss aus der Harnröhre hinweisend sein. In selteneren Fällen findet sich Blut im Urin. Wenn die Blase befallen ist, kann ein Druckschmerz im Unterbauch vorhanden sein. Betrifft die Entzündung auch die Nieren, findet man häufig Schmerzen in den Flanken.

Bei einer reinen Blasenentzündung ist Fieber selten. Besonders Infektionen der oberen Harnwege können von Fieber und allgemeinem Krankheitsgefühl begleitet werden.

Besonderheiten bei Schwangeren

Frauen in der Schwangerschaft und im Wochenbett werden besonders häufig von Harnwegsinfektionen heimgesucht, weil zusätzlich zu hormonellen Veränderungen die Harnwege erweitert sind, so dass Erreger leichter aufsteigen können.

Eine Sonderform, die vor allem in der Schwangerschaft auftritt, ist die asymptomatische Harnwegsinfektion, bei der keinerlei Krankheitsgefühl und keine Beschwerden bestehen. Hiervon sind 5 bis 10% aller Schwangeren betroffen. Wird eine solche Infektion nicht erkannt und behandelt, führt sie in 40% der Fälle zu einer Nierenbeckenentzündung. Außerdem kann eine Früh- oder Fehlgeburt die Folge sein. Deswegen wird in der Schwangerschaft jeder asymptomatische Harnwegsinfekt über zehn Tage mit einem Antibiotikum behandelt und danach der Urin kontrolliert.

Außerdem wird bei jeder Vorsorgeuntersuchung eine Urinuntersuchung mit einem Teststreifen durchgeführt, um eine asymptomatische Harnwegsinfektion rechtzeitig zu erkennen.

Komplikationen

Wenn ein unterer Harnwegsinfekt regelrecht behandelt wird, sind Komplikationen selten. Wird die Infektion verschleppt oder ist der Krankheitsverlauf schwer, kann es zu Blutungen der Blase mit blutigem Urin, eitrigem Ausfluss und bei kompliziertem, chronischem Verlauf zum Absterben des Blasengewebes mit Blasenschrumpfung kommen. Außerdem kann sich ein Harnwegsinfekt auf benachbarte Organe ausweiten. Hiervon sind bei Frauen meist die Vulva und die Vagina betroffen.

Eine Urethritis (Entzündung der Harnröhre) kann eine Verengung der Harnröhre zur Folge haben.

Steigt eine Harnwegsinfektion bis zu den Nieren auf, können dort Nierenabszesse entstehen. Es besteht die Gefahr, dass sich die Erreger von dort über das Blutgefäßsystem im ganzen Körper ausbreiten. Die Folge ist eine so genannte Sepsis (umgangssprachlich Blutvergiftung). Im Rahmen einer Sepsis entsteht hohes Fieber, im schlimmsten Fall kann sie zu lebensbedrohlichem Multiorganversagen mit Blutgerinnungsstörungen führen.

Autor/Autoren: äin-red

Herausgeber:

In Zusammenarbeit mit:


Weitere Gesundheitsthemen

Anästhesiologie www.anaesthesisten-im-netz.de

Allgemeine & Innere Medizin www.internisten-im-netz.de

HNO-Heilkunde www.hno-aerzte-im-netz.de

Kindergesundheit www.kinderaerzte-im-netz.de

Kinderrehabilitation www.kinder-und-jugendreha-im-netz.de

Lungenheilkunde www.lungenaerzte-im-netz.de

Neurologie & Psychiatrie www.neurologen-und-psychiater-im-netz.org