Ausfluss / Entzündung der Scheide: Diagnostik

Zunächst prüft der Frauenarzt im Vorgespräch (Anamnese), seit wann der Ausfluss besteht, wann er auftritt und ob er plötzlich begann oder nur in bestimmten Situationen vorkommt. Dann werden die Intensität und Menge, sowie mit dem Ausfluss einhergehende Symptome wie Jucken oder Brennen abgeklärt. Im Gespräch können auch Fragen der Sexualhygiene angesprochen werden.

Nach dem Gespräch untersucht der Frauenarzt die Scheide mit einem Spekulum (Scheidenspiegel). Dabei beurteilt er die Vaginalwand, den Gebärmutterhals und Farbe, Menge, Art und Geruch des Ausflusses (Fluors). Mit einem Teststäbchen kann zudem der Säuregrad (pH-Wert) des Ausflusses bestimmt werden, der normalerweise unter 4,5 liegt.

Zur weiteren Untersuchung entnimmt der Arzt ein wenig Scheidensekret, das unmittelbar unter dem Mikroskop in der Frauenarztpraxis auf Krankheitserreger analysiert werden kann. Ist dieser Nachweis nicht eindeutig, kann ein Abstrich fürs Labor entnommen werden.

Liegen keine Entzündungszeichen vor, sollte ein bösartiger Tumor (Karzinom) ausgeschlossen werden. Dies erfolgt mithilfe einer Kolposkopie (Lupenbetrachtung des Muttermundes) und einem zytologischen Abstrich. Bei besonders auffälligen Befunden, wird eine Biopsie (Gewebeentnahme) vorgenommen. Kann der behandelnde Arzt keine organische Ursache feststellen, können dem Krankheitsbild auch psychische Probleme, auch eine sexuelle Konfliktsituation, zu Grunde liegen.

Quellen


Autor/Autoren: äin-red

Fachliche Unterstützung: Dr. Axel Valet & Dr. Klaus Doubek

Letzte Bearbeitung: 16.04.2018

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