Humangenetische Beratung

Eine humangenetische Beratung versucht, das individuelle Erkrankungsrisiko für ungeborene Kinder aus Familien mit bekannten Krankheiten oder Behinderungen zu ermitteln.

Bestehenden in der Familie bekannte Krankheiten oder Behinderungen kann sich die Frage der Vererbbarkeit auf eigene Kinder stellen. Hier kann die Beratung durch einen Humangenetiker bei der Klärung der Frage helfen, ob diese Erkrankungen oder Behinderungen genetisch bedingt sind und sich auf ein Kind vererben können.

Die humangenetische Beratung versucht, das individuelle Erkrankungsrisiko für Kinder der betreffenden Familien zu ermitteln. Sie informiert auch über Möglichkeiten, ob und wie Erkrankungen in der Schwangerschaft mit Hilfe der pränatalen Diagnostik und Medizin erkannt und gegebenenfalls behandelt werden können. Vorgeburtliche Untersuchungen dürfen nach dem Gendiagnostikgesetz nur zu medizinischen Zwecken durchgeführt werden.

Eine humangenetische Beratung erfolgt selbstverständlich freiwillig und den Eltern steht es frei, sich aufgrund eines detaillierten Beratungsgespräches für oder gegen eine Untersuchung zu entscheiden.
Die Inanspruchnahme einer solchen Beratung kann insbesondere vor Eintritt einer Schwangerschaft sinnvoll sein. Zu diesem Zeitpunkt besteht kein Konflikt, mögliche diagnostische Eingriffe durchführen zu lassen. Zudem haben Paare Zeit, gemeinsam alle möglichen Entscheidungen in Ruhe vorab zu bedenken.

Quellen

Autor/Autoren: äin-red

Fachliche Unterstützung: Prof. Dr. Karl-Oliver Kagan

Letzte Bearbeitung: 02.05.2018

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